Fernsehgottesdienst

Unser ZDF-Fernsehgottesdienst – ein kleiner Blick hinter die Kulissen

„Der Pfarrer trägt ja gar keinen Talar!“

Dieser Satz war einer der ersten Anrufe am Zuschauertelefon mit Empörung. Und ganz ehrlich: Wenn das eine der größten Sorgen an diesem Morgen war, dann haben wir doch vieles richtig gemacht.

Denn: Die wirklich negativen Rückmeldungen konnte man an einer Hand abzählen. Dafür rollte eine Welle an positiven Reaktionen über uns herein, die wir so nicht erwartet hatten. Über 350 Anrufe, Nachrichten aus ganz Deutschland – und sogar aus Spanien, Kroatien und der USA! Viele erzählten unter Tränen, wie sehr sie der Gottesdienst berührt hat. Manche wollten Liedtexte, andere Predigtabschnitte – und einige sagten einfach nur Danke.

Was vielleicht niemand ahnt: Der Gottesdienst selbst war das leichteste Stück der ganzen Produktion. Ein Jahr lang Vorbereitung lag hinter uns – mit Telefonaten, Teamtreffen, Konzeptpapieren, Skriptüberarbeitungen, Deadlines, die näherkamen als uns lieb war, und der berühmten „Feinjustierung“, die aus harmlosen Kleinigkeiten plötzlich nervenaufreibende Details machte.

Zwischendurch dachte ich wirklich: „Warum mache ich das eigentlich?!“ Aber dann kam der Sonntag. Und plötzlich fiel alles ab. Freude. Frieden. Und die Erfahrung: Gott ist da JETZT mittendrin.

Das ZDF-Team hat uns etwas zurückgespiegelt, das uns besonders gefreut hat: „Ihr seid wie ein eingespieltes Team. Man merkt eure Liebe untereinander.“ Und das, obwohl die Band eine echte Projektband war, zusammengewürfelt aus zwei Gemeinden. Aber sie klang, als würden die Zahnräder perfekt ineinandergreifen.

Auch aus unserem Bund gab es Rückhalt von unserem aktuellen Generalsekretär: Christoph Stiba schrieb uns noch vorher und wünschte Gottes Segen. Und in der Zeitschrift „Die Gemeinde“ erschien ein kurzer Bericht über diesen besonderen Sonntag, der auch gleich unter diesem Artikel mit veröffentlicht wird.