Rettung in der Tiefe: Gnade, wenn alles dunkel scheint
Predigt

Rettung in der Tiefe: Gnade, wenn alles dunkel scheint

Christopher NorkChristopher Nork
Sonntag, 7. Juli 2024 · 10:00 Uhr
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Transkript

Zum Mitlesen oder gezielten Springen zu Passagen.

Heute beginnen wir schon ein bisschen früher mit der Predigt, und wir haben vor zwei Wochen eine neue Predigtreihe begonnen, aus einem ganz bestimmten Buch. Wer kann sich daran erinnern, womit wir angefangen haben? Okay, ist jetzt ein Fail gewesen, ich weiß. Gut, also ihr habt es herausgefunden, weil ihr lesen könnt – das ist schon mal gut. Dann könnt ihr gleich auch weiterhin lesen mit den Überschriften und so. Das Buch "Jonah", viele von uns, die in der Gemeinde aufgewachsen sind, kennen das aus dem Kindergottesdienst. Oft wurden Bilder gemalt mit einem großen Fisch und Jonah, der in diesem Bauch ist. Aber dieses Buch ist nicht nur ein Kinderbuch oder eine Kindererzählung; es hat auch eine ganz tiefe Relevanz für uns Erwachsene. Wir haben vor zwei Wochen das Kapitel 1 begonnen. Und vielleicht erinnert ihr euch: Ich bin mit einem Schlauchboot hier durch den Gottesdienstsaal gefahren, und wir haben über die innere Stimme gesprochen – die wir dann "den inneren Jonah" genannt haben. Diese innere Stimme steht für den Teil in uns, der Herausforderungen entkommen will und sich nach … ja, wie soll ich sagen? Ein bequemes Leben sehnt. Außerdem haben wir gesehen, dass das Buch *Jonah* eigentlich satirisch geschrieben ist. Es ist eine Satire für uns, um uns ein Spiegel vorzuhalten – damit wir als gläubige Menschen mal uns hinterfragen. Und heute wollen wir weitermachen. Jonah ist weggelaufen und wollte mit einem Schiff nach Spanien abhauen, davon haben wir gehört. Aber dann kam ein Sturm auf, und die Seeleute erkannten, dass Jonah der Grund für diesen Sturm gewesen ist – sie warfen ihn über Bord. Und genau hier steigen wir ein. Ein Fisch verschluckt ihn, und im Bauch dieses Fisches macht er eine Kerze an. Ne, Moment mal: Das war *Pinocchio*. Wir hören doch noch einmal richtig die Geschichte. Wir lesen einmal oder hören jetzt aus dem Kapitel zwei: --- Der arme Jonah schwamm inzwischen im Meer herum mit lauter Fischen. Es war nicht Schiff, noch Insel da – nur blaues Meer, soweit man sah. Er war zum Glück kein schlechter Schwimmer, doch bis nach Hause nie und nimmer. Da plötzlich teilten sich die Wogen; es kam ein großer Fisch gezogen. Dem hatte Gott, der Herr, befohlen, den nassen Jonah heimzuholen. Sein Maul war groß wie eine Tür – das sperrte er auf und sagte: "Ehr!" Er saugte den Propheten ein; der rutschte in den Bauch hinein. Dort saß er klitschig aber froh, denn das war er ja sowieso. Da hat er in des Bauches nach ein schönes Lied sich ausgedacht: Da sang er laut und sang er gern, er lobte da mit Gott den Herrn. Der Fischbauch war wie ein Gewölbe; das Echo sang noch mal dasselbe. Die Stimme schwang – das Echo klang: der ganze Fisch war vollgesang. Am dritten Tag, im Abendlicht, da kam das grüne Land in Sicht. Betete er zu Jahwe seinem Gott: In meiner Not rief ich zu Jahwe und er hörte auf mich. Aus dem Bauch des Todes schrie ich um Hilfe und du hörtest mein Rufen. Mich warf die Flut ins Herz der Meere, die Strömung schloss mich ein. All deine Wogen und Wellen gingen über mich hin. Ich dachte: Jetzt bin ich aus deiner Nähe verstoßen. Deinen heiligen Tempel werde ich nie wieder sehen. Das Wasser umgibt mein Leben; die Tiefe schließt mich ein, Seetang schlingt sich mir um den Kopf. Bis zu den Wurzeln der Berge sinke ich hinab. Hinter mir schließen sich für immer die Riegel der Erde. Aber du hast mich lebendig aus der Grube gezogen, Jahwe mein Gott! Als mir die Sinne schwanden, dachte ich an dich: Mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel. Wer die Nichtse aus Nichts verehrt, stößt deine Gnade zurück. Ich aber will dir opfern und dich mit lauter Stimme loben. Was ich gelobte, will ich erfüllen: Bei Jahwe ist Rettung. Da befall Jahwe dem Fisch, Jonah an Land zu bringen. Dort spielet der ihn dann aus. --- Wir hatten eben einen relativ lockeren Einstieg in das Thema. Aber die Geschichte ist alles andere als locker. Es geht um Jonah, der vor Gott auf der Flucht ist. Und der Auftrag, den Gott erteilt hat, lautet: "Gehe nach Nineveh." Doch Jonah hat kein Vertrauen in Gott und große Angst vor den Menschen in Nineveh. Die Angst vor den Menschen in Nineveh war alles andere als unberechtigt. Es war die assyrische Hauptstadt – und die war ein Ort der Grausamkeit. Und was sie dort machten mit den Kriegsgefangenen, ist schwer in Worte zu fassen. Und wer das jetzt nicht aushalten kann: schlimme Nachrichten – der muss sich jetzt 30 Sekunden lang die Ohren zuhalten. Frauen wurden vergewaltigt; Kinder ermordet und Männer bei lebendigem Leib gehäutet. Gefangene wurden in die Wüste verscharrt, man zog ihnen die Zunge heraus und stach mit einem Fall durch diese Zunge – sodass sie wahnsinnig wurden, bevor sie in der Wüste verdursteten und verhungerten und einen qualvollen Tod fanden. Und das ist noch nicht das Ende: Wenn sie dann tot waren, nahmen die Assyrer die Köpfe dieser Opfer, schlugen sie ab – und haben sie zu einer Pyramide gestapelt. Um zu sagen: "Wir waren hier und haben diese Stadt erobert." Angesichts solcher Grausamkeit wählte Jonah lieber den Suizid als seinen Auftrag anzunehmen. Und er stand da am Abgrund – vollkommen verzweifelt, am Boden zerstört. Und Jonah war in seiner tiefsten Not unfähig, einen Ausweg zu finden. Jonah war in der tiefsten Dunkelheit seines Lebens. Und im Bauch des Fisches, gefangen und ohne Hoffnung, wandte er sich verzweifelt an Gott: "In meiner Not rief ich zum Herrn und er antwortete mir", heißt es gleich am Anfang. "Aus dem Inneren des Totenreiches", heißt es eigentlich wörtlich: "Aus dem Inneren des Totenreiches schrie ich um Hilfe – und du hörtest mein Rufen." Und seine Worte spiegeln eine tiefe Angst wider, die uns vielleicht auch ansatzweise vertraut ist. Vielleicht nicht in dieser Intensität wie bei Jonah. Aber es ist die Angst, die uns überkommt, wenn wir uns verloren fühlen oder verlassen – ohne einen Ausweg zu sehen. Jonah war sozusagen am Nullpunkt. Er ging auf dem Zahnfleisch; vielleicht sogar das Zahnfleisch war abgelaufen. Er beschreibt es so: "Die Fluten umgaben mich, alle deine Wellen und Wogen schlugen über mir zusammen." Man kann förmlich spüren, wie er von dieser Dunkelheit und diesem Chaos überwältigt wurde. Er wurde umschlossen – hat überhaupt nichts mehr gesehen; kein Licht. Aber selbst in dieser Tiefe, in dieser scheinbar aussichtslosen Situation klammert sich Jonah an ein ganz kleines Fünkchen Hoffnung und ruft zu Gott. Diese Angst, diese Verzweiflung ist real. Für ihn ist sie real. Und in diesem Moment – am Abgrund, an diesem Nullpunkt – passiert etwas mit Jonah. Jonah ist nicht mehr derselbe. Er hat eine viel tiefere Erfahrung nun mit Gott gemacht. Er weiß jetzt nicht nur im Kopf, dass Gott Macht hat; er hat es am eigenen Leib erlebt und durchlebt. Jonah hat erfahren: "Gott hört mich in solchen Situationen." Er kann also bekennen: "Gott, du hast mir geantwortet – du hörst meine Stimme. Ob ich im tiefsten Meer bin oder in deinem heiligen Tempel: Du bist da." Also bekennt er, dass selbst in der tiefsten Dunkelheit – da wo Jonah sagt, er ist eigentlich schon im Totenreich angekommen – selbst da ist Gott und hört mich. Und das lässt sich theologisch so schön sagen; aber jetzt hat Jonah es wirklich auch durchlebt. Und er hat auch ein ganzes Stück Selbsterkenntnis dann gewonnen. In Vers 9 heißt es: "Wer sich auf das Nichtige verlässt oder das Nichts bei den Nichts verlässt – auf falsche Sicherheiten also – der verspielt die Gnade." Gott will uns gnädig sein, aber wenn wir uns an falschen Sicherheiten klammern, übersehen wir seine Gnade und verspielen sie. Und Jonah ist umgekehrt. Das Wort "Umkehr" steht nicht im Text; aber es ist geschehen. Sein Herz hat sich verändert – er hat sich neu ausgerichtet. Jonah hat sich an Gott neu verschenkt, er hat sich sozusagen neu bekehrt. Er glaubte vorher an Gott und auch danach – aber er konnte ihm nicht vertrauen, als er diesen schwierigen Auftrag bekam: nach Ninive zu gehen. Und die Angst war größer als sein Glaube. Jetzt nach seiner Rettung hat er durch den Zerbruch hindurch eine tiefere Beziehung zu Gott gefunden. Diese Botschaft des *Jonah*-Buchs zeigt uns, dass der Glaube oft durch Zerbruch erneuert wird. Manchmal kommen wir in schwierige Situationen, weil wir Gottes Wege verlassen – so wie Jonah Gottes Wege verlassen hat. Dann ist die Umkehr angesagt. Jesus ruft oft zu Umkehr und zur Änderung unseres Lebens auf im Neuen Testament. Aber es gibt auch Situationen, in denen wir ohne eigene Verschuldung in Krisen geraten: durch äußere Umstände, Schwierigkeiten und Krankheit. Auch da will das *Jonah*-Buch uns zeigen: Gott ist in unseren Krisen – in unserem Leben. Gott ist nicht fern. Egal ob wir nun daran schuld sind oder ob wir unverschuldet das erleben. Gott ist ein Gott der Gnade, der in den Dingen bei uns ist und uns erneuern möchte. Er ist in den Dingen bei uns – so wie Jonah es erlebt in dieser tiefsten Dunkelheit: wo er sagt, wieder, *Joel* heißt das auf Hebräisch, in diesem Totenreich – selbst da ist Gott anwesend. Gott ist gnädig und er ist bei uns; er will uns erneuern. Und Rettung heißt hier – also wenn wir von Rettung sprechen: Gott rettet Jonah – dann ist das das neu erlangte Vertrauen auf Gott. Jonah wurde gerettet, weil er ein neues Vertrauen gefunden hat in Gott. Jonah wird von Gott gerettet; er findet also neues Vertrauen in Gott. Die Bekehrung des Jonas, dieser neue Tiefgang seines Glaubens – diese Erneuerung in seiner großen Krise – das alles ist im zweiten Buch oder im zweiten Kapitel des Buches einfach niedergeschrieben. Und er, Jonah, hat das in diesem psalmenartigen Wort versucht niederzuschreiben. Jonas Geschichte fordert uns dabei heraus, darüber nachzudenken: Wo sind unsere eigenen tiefen Momente? Wo fühlen wir uns gefangen? Wo haben wir keine Hoffnung mehr? Was sind unsere persönlichen Bäuche des Fisches? Wo sind wir verschluckt? Wo denken wir, sind wir am Boden? Ist es eine schwere Krankheit, die uns niederdrückt? Eine Beziehung, die zerbrochen ist? Oder vielleicht ist es sogar selbst aufgeladene Schuld, die uns nicht loslässt? Wie Jonah in seiner Verzweiflung zu Gott rief und Rettung erfuhr – so können auch wir in unseren dunkelsten Stunden Gottes Gnade und Hilfe erfahren. Und meine konkrete Frage heute für euch ist: Wo brauchst du heute Gottes Rettung? Welche Tiefen deines Lebens möchtest du Gott anvertrauen? Wo brauchst du neues Vertrauen auf Gott? Wende dich wie Jonah neu Gott zu und fange an zu beten. Jonah, der durch die tiefste Krise seines Glaubens gegangen ist und seine unfassbare Erneuerung erfahren hat – empfängt nun erneut diesen Auftrag von Gott: "Geh nach Nineveh und verkünde das, was ich dir auftrage." Jonah gehorcht diesmal. Obwohl er sicherlich immer noch von Ängsten geplagt ist – und ich glaube, auf dem Weg dorthin hat er sich vielleicht auch das eine oder andere Mal in die Hosen gemacht, weil er an diese Schreckensszenarien denkt. Nineveh: eine mächtige Stadt. Und die ist durchdrungen von Götzendienst und Sünde. Es ist ein Ort, der für das bekannt ist – wo Jonah eigentlich gar nicht hingehen möchte, weil es so schrecklich ist. Aber er hat eine Botschaft von Gott für diese Menschen. Und trotz seiner vorherigen Angst und seiner Abwendung von Gott ist er jetzt bereit, diesen schwierigen Weg zu gehen: Er vertraut auf Gott und dessen Schutz. Und Jonah geht in die Stadt und beginnt die Botschaft zu verkünden. Und Jonah – und so heißt es in *Jonah* 3 Vers 4 – nach 40 Tagen, dann ist Nineveh völlig zerstört. Das ist seine Botschaft. Diese einfache, aber kraftvolle Botschaft trifft diese Bewohner von Nineveh mitten ins Herz. Und wir hören jetzt noch mal weiter, wie die Geschichte weitergeht: "Hüte dich Mut! Hielt seine Predigt kurz und gut – und rief auf Plätzen und auf Straßen, wo Leute standen oder saßen: Noch 40 Tage spricht der Herr, dann geht es Nineveh nicht mehr." Die Stadt ist groß; die Stadt ist schön. Was böse ist, muss untergehen. Die Leute, wie man denken kann – die hörten das mit Schrecken an. Sie hatten nie daran gedacht und schliefen nicht die nächste Nacht. Und morgens war die Lust dahin: Die schönen Kleider anzuziehen. Sie aßen nicht; sie tranken nicht. Sie dachten nur ans Strafgericht. Und als der König das erfuhr, erschrak er auch – nickte nur. Sein Herold rief mit Hörnerklang: "Befehl: Ihr sollt drei Tage lang bedenken in der ganzen Stadt, was Jonah euch gepredigt hat! Was jeder Böses hat getan und wie er's besser machen kann. Ihr sollt die Kleider und das Essen ja selbst einmal vergessen – das Vieh vergessen. Ihr sollt in Häusern und in Hütten den Herrn um seine Barmherzigkeit bitten. Vielleicht ist es noch nicht so spät, dass unsere Stadt nicht untergeht." Es ist bemerkenswert: In Kapitel 3 eine Stadt voller Nichtgläubiger plötzlich anfängt an Gott zu glauben. Sie beginnen zu fasten und ziehen sich die schönen Kleider aus – und ziehen sich dafür Trauerkleider an. Groben Stoff als Zeichen ihrer Reue. Menschen, die eigentlich andere Götter anbeten, fangen an: den Gott Yachveh anzubeten. Auch der König von Niniveh steigt von seinem Thron; legt seine königlichen Gewänder ab – und setzt sich in die Asche. Er erniedrigt sich selbst und lässt dann ein Dekret erlassen, dass alle Menschen und Tiere fasten und mit aller Kraft zu Gott schreien sollen. Jeder muss von seinen bösen Wegen umkehren und aufhören, Unrechtes zu tun. Und das ist erst mal eine beeindruckende Reaktion der Menschen in Niniveh. Und es zeigt uns echte Umkehr und Reue: Sie erkennen ihre eigene Schuld an – und wenden sich von ihren falschen Wegen ab. Und sie hoffen, dass Gott seine Absichten, die Stadt zu zerstören, vielleicht doch ändern wird. Und tatsächlich: Gott sieht ihre Reue und beschließt, dass das angedrohte Urteil nicht über sie hereinbrechen wird. In Vers 10 in Kapitel 3 heißt es: "Gott sah ihr Tun; er sah, dass sie umgekehrt und sich von ihrem bösen Treiben abgewandt haben. Da tat es ihm leid, sie zu vernichten – und er führte die Drohung nicht aus." Eigentlich denkt man: Das darf man doch gar nicht wagen zu sagen – dass Gott auch seine Pläne ändert und dass Gott etwas bereut, was er sich vorgenommen hat. Aber wer die Bibel kennt und mal durchblättert – vor allem auch im Alten Testament – da sind unzählige Geschichten, wo Gott sich etwas vornimmt und am Ende tut er es nicht. Gott bereut, was er sich vorgenommen hat; er ändert seine Pläne. Er ändert nicht seinen Charakter – das will ich noch einmal betonen: Er ändert nicht seinen Charakter, aber er ändert seine Absichten. Da, wo Menschen sich ändern, ändert Gott seine Pläne. Die Geschichte von Niniveh – wenn wir das mal so durchlesen – zeigt uns die Macht der Umkehr und die Macht der Gnade Gottes: Selbst eine Stadt, die so tief verstrickt ist in Sünde, kann durch echte Reue und Umkehr gerettet werden. Jonah, der selbst eine tiefe Bekehrung erfahren hat, wird zum Werkzeug Gottes – um eine ganze Stadt zu retten. Das ist eine tolle Botschaft: dass Gott bereit ist, jedem, der sich von seinen falschen Wegen abwendet und zu ihm zurückkehrt, Vergebung und ein neues Leben geschenkt bekommt. Und heute haben wir gesehen, wie Jonah in seiner tiefen Not zu Gott schrie und Rettung fand. Seine Geschichte zeigt uns: dass Gott uns auch in unseren dunkelsten Stunden hört – und seine Gnade immer bereit ist, uns zu erreichen. Selbst dann, wenn wir wirklich an diesem Nullpunkt sind. Vielleicht stehst du heute an diesem Punkt, wo du dich in einer ähnlichen Lage wie Jonah befindest: überwältigt von den Herausforderungen, die dir unüberwindbar erscheinen. Du magst dich verloren fühlen – ohne einen Ausweg zu sehen. Aber genauso wie Jonah im Bauch des Fisches die Hoffnung nicht aufgab und Gott zu Gott betete: kannst auch du heute zu Gott beten, rufen und seine rettende Hand erfahren. Und die Bewohner von Niniveh haben uns ein starkes Beispiel gegeben. Als sie die Botschaft von Gott hörten – kehrten sie um von ihren bösen Wegen und zeigten echte Reue: Sie erkannten ihre Fehler und wandten sich vollständig Gott zu. Diese vollständige Umkehr brachte ihnen Gottes Gnade und Rettung. Und vielleicht bist du heute hier und hast dich noch nicht bewusst für ein Leben mit Gott, mit Jesus entschieden. Und Gott bietet auch dir seine Gnade an: Er wartet darauf, dass du zu ihm kommst – egal wie groß deine Fehler oder Sorgen sind. Egal was du in der Vergangenheit getrieben hast; und was andere Menschen vielleicht über dich denken. Wie die Menschen in Niniveh kannst du dich von deinen alten Wegen abwenden – und auch ein neues Leben in Gottes Gnade und Liebe beginnen. Und ich lade dich ein, dein Herz zu öffnen und Gott deine Ängste und deine Sorgen anzuvertrauen. Lass ihn in dein Leben kommen und dir neuen Mut und neue Kraft schenken. Und wenn du bereit bist, einen Schritt auf Gott zuzugehen: dann tu dies jetzt. Wir werden nämlich gleich einen Moment der Stille haben. Er ist hier – um dich zu empfangen und dir seinen Frieden, seine Gnade zu schenken. Lass uns kurz still sein. --- Großer Gott im Himmel, wir wollen dir Danke sagen, dass du derjenige bist, der uns immer hört. Und wir danken dir auch dafür, dass du uns durch unser Leben begleitest. Und egal wie groß nun unsere Herausforderungen sind – egal was uns widerfährt oder auch egal was wir in unserer Vergangenheit gemacht haben: Du bist bei uns. Und ich bitte dich besonders für diejenigen, die heute noch einmal sich ganz bewusst öffnen wollen: dass du sie segnest und dass du bei ihnen bist. Und dass du sie weiterhin begleitest auf ihren Lebensweg – dass du sie stützt und ihnen Kraft gibst bei dem, was sie zu bewältigen haben. Ich möchte dich bitten, dass du ihnen aus diesen Krisen heraushilfst. Ich möchte dich bitten, dass du ihnen hilfst, das alles durchzustehen. Schenk ihnen deine Gnade und deine Liebe. Amen.