Lichtblicke: Ein neuer Weg
Predigt

Lichtblicke: Ein neuer Weg

Christopher NorkChristopher Nork
Sonntag, 1. Dezember 2024 · 10:00 Uhr
Jesaja 9,5
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Transkript

Zum Mitlesen oder gezielten Springen zu Passagen.

Wer von euch weiß die Bedeutung seines eigenen Namens? So, da so ein paar Fingerzeig. So, wer mag das mal sagen, was sein Name bedeutet? Petra? Also, Fels, Petra, Fels, Hille, die Fröhliche, Gisela, die Adlige, okay. Also, einige von euch wissen die Bedeutung des Vornamens und andere, die schütteln so ein bisschen mit dem Kopf. Als wir während der Eltern waren, da haben wir uns wirklich den Kopf zerbrochen, welchen Namen wir unserem Kind geben sollten – einerseits schön klingen, weil das Kriterium war, er sollte nicht zu lang sein, weil man ihn dann sonst abkürzt, das wollten wir nicht, und die Bedeutung musste stimmen. Wir wollten also einen Namen, der auch etwas aussagte, wir wollten unserem Kind etwas mitgeben. Und vielleicht kennt ihr das auch: Man hört manchmal Namen, bei denen man sich fragt, ob die Eltern bei der Wahl wirklich nachgedacht haben. Vielleicht waren sie ein bisschen kreativ oder haben auch irgendwas gelesen. Also, die, die Pippi Langstrumpf kennen, die kennen vielleicht auch die Reihe an Vornamen, die sie trägt, und eins ist Schokominsa. Und seit 2010 ist deutschlandweit erlaubt, Schokominsa als Vornamen zu benutzen. Es gibt auch Kinder, die heißen Pumuckl. In Amerika wird es sogar noch wilder: Namen wie Apple oder North and West sind da keine Seltenheit, oder auch es gibt Kinder, die heißen ABCDE. Echt, also da hatten die Eltern vielleicht nicht so nachgedacht oder sich es einfach gemacht. Mein Favorit ist aber: Ein Kind wurde tatsächlich mal Mojito genannt – also Mojito ist ein Cocktail, und ich nehme mal an, dass die Eltern diesen Cocktail sehr gerne getrunken haben. Also, wenn ich Standesbeamter wäre, würde ich vielleicht ab und zu mal auch mit den Augen rollen, welche Namen so vergeben werden. Aber jetzt mal Spaß beiseite: Namen können etwas über uns aussagen, oder sie drücken Wünsche, Hoffnung oder eine Botschaft aus, die uns mitgegeben werden soll. Und manchmal sind sie sogar ein kleines Versprechen. Namen, die etwas versprechen, die finden wir auch in der Bibel – besonders beeindruckend finde ich die Namen, die der Prophet Jesaja einem Kind zuschreibt, das erst 700 Jahre später dann geboren werden würde, einem Kind, das die Welt verändern sollte. Und Jesaja spricht hier nicht einfach von irgendwelchen Spitznamen oder Titeln – diese Namen sind wie Fenster, die Licht in das Leben der Menschen lassen sollen: Lichtblicke, die uns etwas darüber zeigen, wer dieser verheißene Retter, der Messias wirklich ist. Und genau das ist das Thema unserer Adventszeit: Lichtblicke. Wir wollen gemeinsam die Namen anschauen, die Jesaja diesem Kind gibt, das 700 Jahre später als Jesus geboren wird. Jeder dieser Namen ist wie ein Licht, das unserem Alltag erhellen soll – uns Hoffnung geben soll oder die Hoffnung stärken soll und unseren Glauben auch vertiefen kann. Lasst uns mal diesen Text aus Jesaja 9, Vers 5 lesen: „Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben; und die Herrschaft ist auf seiner Schulter, und er heißt Wunderrat, Gottheld, Ewigvater, Friedefürst.“ Stellt euch vor: Ihr müsst euer Kind beim Einwohnermeldeamt so anmelden – „Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Ewigvater, Friedefürst“ – Schmidt, Meier oder sonst irgendwie. Also ein relativ langer Name und das wäre vielleicht auch eine echte Herausforderung für den Standesbeamten. Oder stellt euch auch mal das im Kindergarten vor: „Wunderbarer Ratgeber, deine Jacke hängt immer noch rum“ – oder „Friedefürst, hör auf, auf Luca einzuprügeln.“ Also da ist so der Kontrast ein bisschen komisch, klingt verrückt. Aber genau solche Namen gibt der Prophet Jesaja dem Kind, das später in einem Stall in Bethlehem geboren wird. Gott – starker Gott, ewiger Vater, Fürst des Friedens: Es sind keine gewöhnlichen Namen, es sind Titel, die in die Tiefe führen sollen und eine große Bedeutung haben und die Hoffnung ausstrahlen sollen. Hoffnung – also Lichtblicke brauchten damals auch die Israeliten zur Zeit von Jesaja, die Großmacht der Assyrer stand vor der Haustür – und die, die am Freitag in der Bibelstunde waren, die wissen das: Denn Jesaja lebte auch zur gleichen Zeit wie der Prophet Micha. Und da hatten wir einen prophetischen Text uns am Freitag angeschaut, und die gleichen Dinge tauchen wieder auf: also die Assyrer – eine Großmacht steht vor der Haustür – und das Landesinnere, da sieht es auch nicht wunderbar aus, da läuft es nicht gut. Soziale Missstände sind da und der Machtmissbrauch der Elite ist da keine Seltenheit, sondern da wird sich einfach genommen, was man möchte. Und zunächst gab es kein Licht am Horizont – kein Licht für den Otto-Normal-Verbraucher. Aber dann tritt Jesaja mit einer Hoffnungsprophetie auf: ein Lichtblick, der wieder Hoffnung schenkte. Und das erinnert mich ein bisschen an einen Stromausfall zu Hause: plötzlich ist alles dunkel und man stolpert so über die ganzen Sachen, die noch auf dem Boden rumliegen oder über den Stuhl, der noch irgendwo im Raum steht – und sucht vielleicht nach irgendwas, was Licht macht, zum Beispiel das Handy, damit man sein Handylicht anmachen kann. Oder vielleicht eine Kerze. Und dann, wenn das Licht endlich wieder angeht, merkt man, wie verloren man eigentlich in dieser Dunkelheit gewesen ist. So ähnlich war es für die Israeliten: Jesaja versprach ihnen das Licht, das ihre Dunkelheit vertreiben würde – es soll ein neuer König kommen, ja der Messias soll geboren werden, der sie dann retten würde. Der Messias – ein Gesalbter, einer von Gott gesalbt und der würde alles wieder in Ordnung bringen. Und dieser Retter hat gleich mehrere Beinamen, Mitnamen von Jesaja bekommen, die den Menschen Licht in ihr Leben bringen sollen. Und der erste Name, den Jesaja nennt – und mit dem wir uns heute ausführlicher beschäftigen und die nächsten Wochen mit den anderen – ist Wunderrad. Auf den ersten Blick klingt das ein bisschen abstrakt und auch ein bisschen holprig: Wer nennt sein Kind „Wunderrad“? Und was soll das genau bedeuten? Um es besser zu verstehen, werfen wir einen Blick heute auch in die hebräische Sprache, die Jesaja auch ursprünglich verwendet hat und auf die er auch geschrieben hat. Das erste Wort: Wunder – oder auf hebräisch „Pele“. „Pele“ hat nichts mit dem Fußballspieler Pele zu tun. Also wer den brasilianischen Fußballspieler Pele kennt, der weiß gar nicht, dass Pele nur sein Spitzname ist und das ist eigentlich auch nicht daraus geboren, dass er wunderbar Fußball spielt – sondern weil er einfach einen anderen Namen falsch ausgesprochen hat mit seinem Akzent. Und dann haben ihn alle „Pele“ genannt: Das ist die Hintergrundgeschichte. Also: Er hat zwar wunderbar Fußball gespielt, aber mit dem hebräischen Wort „Pele“ hat es nichts zu tun. Was bedeutet „Pele“? Es beschreibt etwas, das über unser Verstehen hinausgeht. Es ist schön – es ist wunderbar – und es ist noch viel weiter darüber hinaus: Es ist übernatürlich – etwas, das nur von Gott kommen kann. Es geht um ein Wunder, dass Menschen weder bewirken noch vollständig begreifen können. Und es ist das gleiche Wort, das auch bei den großen Taten Gottes verwendet wird – wie zum Beispiel bei der Teilung des Roten Meeres, als die Israeliten aus Ägypten auszogen. Und hier steht es als Substantiv: Also es wäre falsch, wenn wir es so wie neuere Übersetzungen als Adjektiv übersetzen würden und somit nur als beschreibendes Wort für Ratgeber nutzen würden – also „wunderbarer Ratgeber“. Jesus beziehungsweise der Retter, der angekündigt wird, ist Wunder: Er ist das Wunder. Er verkörpert es selbst – weil er Gott und zugleich Mensch sein in sich vereint. So glauben wir es jedenfalls als Christen. In der Geburt von Jesus, was wir zu Weihnachten ja feiern, kam Gott auf diese Erde – was für ein Wunder! Zudem sind auch Jesu Worte und Taten Wunder: Die Worte Jesu sind nicht einfach nur inspirierend für ganz viele Menschen gewesen – sondern es war revolutionär. Und davon ist alles zeitlos. Es heißt nach einer Predigt von ihm, dass die Menge überwältigt von seiner Lehre war, denn er sprach mit Vollmacht. Seine Worte durchdrangen die Herzen der Menschen und haben die Jahrhunderte auch überdauert – und deswegen haben sich Menschen auch zur Aufgabe gemacht, diese Worte Jesu zu übersetzen: Über 1400 Sprachen ist die Bibel übersetzt, auf über 1400 Sprachen. Und das hat Menschenleben verändert. Diese Worte Jesu sind voller göttlicher Weisheit – die weit über das hinausgeht, was Menschen allein begreifen können. Jesus hat nicht nur gepredigt – er hat auch gehandelt: Seine Wunder zeigen seine Macht und seine Liebe zu den Menschen. Er heilte Kranke, öffnete Blinden die Augen und ließ Lahme gehen. Und ich habe Menschen gesehen, die sagten: „Gott habe sie geheilt.“ Und das ist unvorstellbar – es ist kein Versprechen, was ich euch geben kann – aber es gibt Dinge, die Gott einfach bewirken kann. Jesus bringt nicht nur körperliche Heilung – sondern er heilt auch unsere Herzen und unsere Beziehung, unsere Enttäuschungen und auch unsere Fehler. Das wunderbare an Jesus ist: dass er die zerbrochenen und schmerzhaften Bereiche unseres Lebens heilen kann. Er bringt Ganzheit, wo wir zerbrochen sind. In einigen Trauergesprächen wurde mir oft von den Schrecken der Flucht des Krieges erzählt – und einige Familien wurden auseinandergerissen: Eltern und Kinder verloren sich in der Masse der Flüchtenden vom Ostblock hier rüber oder von wo ganz anders. Wochenlang suchten sie verzweifelt ohne eine Spur voneinander – und da schwand die Hoffnung. Und dann, weit weg von zu Hause, geschah ganz oft Unfassbares: Ohne dass sie es irgendwie bewerkstelligt haben, ohne dass sie es heraus gefordert haben, begegneten sie sich wieder. Ganz unplanbar – unwahrscheinlich – und dadurch ein echtes Wunder. Jesus ist ein Gott, der zusammenführt. Er bringt Hoffnung dorthin, wo alles verloren scheint. Er heilt, was zerbrochen ist – selbst inmitten des größten Chaoses. Jetzt kommen wir zum zweiten Teil des Titels: Rat oder Ratgeber. Was bedeutet das? Dass Jesus unser Ratgeber ist? Wenn wir an einen Ratgeber denken, stellen wir uns vielleicht jemanden vor, der uns Tipps gibt. Aber oft wollen wir doch eigentlich nur hören, was wir schon wissen. Das hebräische Wort „Joetz“, das hier für Ratgeber steht, meint etwas viel Tieferes: Es ist nicht nur ein Tipp, den man dann sagen kann – gut, mache ich oder mache ich nicht. Es heißt nämlich auch führen oder Führung und Herausforderung. Und ich habe darüber nachgedacht, wie man das alles zusammenbekommt – und stoße dabei auf den Begriff der Weisheit: nicht die Art von Wissen, die man googeln kann, sondern Weisheit, die uns in die Tiefe unseres Lebens führt und unser Herz verändert. Weisheit ist nämlich mehr als nur bloßes Wissen. Thomas Hübel, ein geistlicher, beschreibt sie als die Fähigkeit, Trennungen zu überwinden: Weisheit ist die Fähigkeit, Trennungen zu überwinden – zwischen uns und zwischen uns und der Welt, zwischen uns und zwischen anderen Menschen. Und wir alle kennen das: Konflikte in der Familie, Spannungen mit Kollegen oder Enttäuschungen, die wir mit uns herumschleppen. Weisheit bedeutet diese Trennungen zu erkennen und sie heilen zu lassen – und genau das tut Jesus. Die Weisheit Jesu ist keine abstrakte Theorie, die einfach nur irgendwie in einem Buch steht: Sie geht uns ganz persönlich an. Sie sagt nicht nur „das ist der richtige Weg“, sondern führt uns dorthin – manchmal auf überraschende Weise. Erinnern wir uns vielleicht an ein alttestamentliches Beispiel: Naaman, der im Jordan baden sollte, um geheilt zu werden. Es war kein spektakulärer Plan – aber es war genau das, was er brauchte. Jesu Rat geht oft gegen unsere Vorstellung – aber er bringt uns zu dem, was wir brauchen, was wirklich heilsam ist. Und warum brauchen wir diese Weisheit? Weil wir tief in uns spüren, dass unser Wissen oft nicht reicht. Wie oft stehen wir vor Entscheidungen, die uns überfordern – oder vor Beziehungen, die in die Brüche gehen? Wir stehen, wir sehen uns nach einem Rat, der unser Leben wieder in Einklang bringt und der wieder, was da vor uns liegt, zusammenbringt. Und das ist die Einladung Jesu: Er bietet uns seine Weisheit an – eine Weisheit, die unser Leben nicht nur lenkt, sondern auch heilt. Und die Frage ist: Sind wir bereit, ihn um diesen Rat zu bitten? In Jakobus 1, Vers 5 werden wir dran erinnert: „Wenn es jemand an Weisheit mangelt, soll er Gott darum bitten und er wird es ihm geben.“ Jesu Weisheit fordert uns heraus, über unseren Horizont hinauszugehen. Sie zeigt uns einen Weg, der nicht immer vielleicht leicht ist – aber uns dahin bringt, wo wir Frieden finden: mit uns selbst und mit anderen und mit Gott. Wir alle kennen sie, diese dunklen Momente im Leben – Zeiten, in denen wir uns innerlich verloren fühlen, überfordert sind oder keinen Ausweg kennen. Vielleicht tragen wir alte Verletzungen mit uns herum, erleben halt diese Konflikte: wie gesagt in der Familie oder halt am Arbeitsplatz oder an anderer Stelle – und die lehmen uns. Oder wir haben Angst. Und die Herausforderung ist, diese loszulassen: manchmal sind es Schuldgefühle, Enttäuschung – es ist die Einsamkeit, die uns innerlich in diese Dunkelheit zieht. Doch genau dafür brauchen wir diesen Wunderrat: Jesus, der in diese Dunkelheit hinein spricht und uns Licht bringt. Sein Rat ist nicht nur eine Hilfe für den Moment – sondern eine Einladung, einen neuen Weg zu gehen, einen Weg, der zur Heilung, Hoffnung und Leben führen soll. Die Bibel zeigt uns: dass Jesus nicht nur versteht, was wir durchmachen, sondern uns auch den Weg aus dieser Dunkelheit weist. Es gibt drei Schritte, wie wir seinen Rat annehmen und den neuen Weg auch finden können: Das erste ist: Sei ehrlich mit ihm – sei ehrlich mit Jesus. Jesus weiß bereits, was in unserem Herzen ist – und doch möchte er, dass wir ehrlich mit ihm und mit uns selber sind. Wie oft spielen wir die Dinge runter? Wie oft versuchen wir das selbst zu regeln? Aber in der Geschichte von der Frau am Jakobsbrunnen sieht Jesus diese tiefe Sehnsucht nach Liebe und Annahme – die sie an die falschen Orte getragen hat. Als sie ehrlich wird und auch ihre Realität öffnet und offenlegt, begegnet er ihr mit Verständnis und lädt sie ein: „Ich bin das lebendige Wasser, das deinen Durst stillen kann.“ Ehrlichkeit ist der erste Schritt, um Licht in unsere dunklen Momente zu bringen. Wir müssen einfach ehrlich sein. Der zweite Schritt ist: Höre auf seinen Rat – das ist vielleicht das, was sehr schwierig sein kann. Wir leben in einer Welt, die voller Stimmen ist, die uns Ratschläge geben wollen – und es ist nicht immer leicht, auf den Wunderrat dann zu hören oder aus all diesen Stimmen auch den Wunderrat herauszufiltern. Sein Rat kann herausfordernd sein: wie bei Naaman, der im Jordan baden sollte, oder dem reichen Jüngling, der aufgefordert wurde alles zu verkaufen. Doch dieser Rat zeigt uns einen neuen Weg – einen, der uns aus unserer Dunkelheit herausführt und näher zu Gott bringen will. Und wir haben verschiedene Möglichkeiten, auf diesen Wunderrat zu hören: Das heißt im Gebet, wenn wir Impulse empfangen; das heißt wenn wir in der Bibel lesen und dort etwas uns anspricht oder genau in unsere Situation hineinspricht – oder sei es durch andere Menschen mit Christen, die mitdenken und das im Gebet mittragen. Das sind alles Wege, wie Gott zu uns sprechen kann. Und dann auch ein nicht so leichter Weg: vor allem dann, wenn der Weg schwierig ist – den Mut haben auch zu gehen. Jesu Rat erfordert oft Mut und auch Vertrauen, denn er führt uns auf neue Wege, die wir nicht immer verstehen. Doch diese Wege führen immer zu Heilung und auch zu Frieden. Das bedeutet Dinge loszulassen: die uns festhalten – vielleicht Bitterkeit, Stolz oder falsche Sicherheit – und seinen Weg zu gehen, der uns dann ans Licht führt. Bei den anonymen Alkoholikern ist das so: dass sie wirklich an diese Grenze geführt werden. Sie müssen oder sollen zu den Menschen gehen, die sie durch ihre Sucht verletzt haben – wo eigentlich das Zerbrochene noch vor ihnen liegt – um danach Heilung zu erfahren. Und die anonymen Alkoholiker, die, die es wissen, sind ja aus einem christlichen Hintergrund entstanden und diesen Punkteplan, den sie durchgehen, sind auch zutiefst christlich, um Heilung zu ermöglichen. Und der Weg ist wirklich manchmal sehr, sehr schmerzhaft – vor allem dann, wenn man an die Punkte gehen muss, wo eigentlich das Zerbrochene noch vor einem liegt. Vielleicht fragst du dich: Wo erlebe ich Dunkelheit jetzt in meinem Leben? Das einfach mal zu reflektieren. Ist es in einer zerbrochenen Beziehung? In einem Konflikt, der dich nicht mehr loslässt? Oder in einer Entscheidung, die dich überfordert und überwältigt? Und vielleicht spürst du eine Leere, die nichts füllen kann. So wie die Israeliten damals in der Dunkelheit ihre Situation oder in ihrer Situation Hoffnung brauchten – so brauchen auch wir oft diese Lichtblicke. Weil wir nicht mit unserer Dunkelheit selber klarkommen. Und der Wunderrad war für die Israeliten die Verheißung und ist auch heute noch unsere Hoffnung: ein Licht, das unseren Weg zeigt. Der Wunderrad – Jesus lädt dich ein: „Komm her zu mir, ihr mühselig und beladen seid, ich will euch Ruhe geben.“ Er zeigt dir nicht nur einen Ausweg – er führt dich auf einen neuen Weg. Sein Rat bringt Heilung, Klarheit und auch Hoffnung. Am Anfang habe ich euch gefragt: Ob ihr die Bedeutung eures Namens kennt? Aber es ist viel wichtiger, die Bedeutung seines Namens zu wissen – Jesu Namens zu wissen, der auch Wunderrad ist. Dieser Name ist ein Versprechen – ein Versprechen Gottes, dass er in unsere Dunkelheit kommt, uns Licht bringt und uns auf einen neuen Weg führt. Dieser Name gilt auch heute noch für dich, für mich und für alle. Ich will beten: Herr Jesus, du bist unser Wunderrad. Und wir bringen dir heute unsere Dunkelheit und unsere Unsicherheit – unsere Lasten, die auf unseren Schultern liegen. Und wir bitten dich: dass du mit deinem Rat kommst, dass du uns dein Rat gibst, uns deinen Weg zeigst und uns in dein Licht führst. Öffne unsere Herzen, damit wir ehrlich mit uns sind – und auf dich hören – und auch den Mut haben, deinen Weg zu gehen. Danke, dass du unser Lichtblick bist. Danke, Herr Jesus Christus, dass du auf die Welt gekommen bist. * Musik *