Ich begrüße euch im Namen Jesu. Es ist schön, euch zu sehen.
"Gott durch seinen Geist spricht", das Thema von heute. Wenn Gott durch seinen Geist spricht, dann müsste es ja dafür Beispiele in der Bibel geben, in denen explizit und ausdrücklich von einem Sprechen des Geistes die Rede ist. Und in der Tat gibt es solche Berichte. Wir schauen uns mal drei exemplarische an.
Ganz bekannt: "Der Geist sprach zu Philippus: Halte dich zu diesem Wagen." Oder: "Der Geist sprach zu Petrus: Drei Männer suchen dich. Steh auf, zieh ohne Bedenken mit ihnen, denn ich habe sie gesandt." Oder: "Da sprach der Heilige Geist: Sondert mir Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe."
Also tatsächlich – hier beispielsweise drei Stellen, wo von einem Sprechen des Geistes die Rede ist.
Philippus: Bei ihm fängt es ganz krass an. Er wird zuerst einmal von einem Engel zu einer einsamen Straße geschickt. Und als er dann dort ist, spricht der Geist und gibt ihm diese Detailanweisung.
Petrus: Hat eine sehr beunruhigende Vision zuerst über das Essen von Dingen, die für einen Juden absolut tabu waren. Bevor dann der Geist zu ihm spricht und sagt: Diese drei Männer werden kommen, geh ohne Bedenken mit ihnen.
Die dritte Stelle: Da sind mehrere zusammen – es ist nicht ganz deutlich, ob eine ganze Gemeinde oder nur vier. Sie feiern unter Fasten Gottesdienst. Und in dieser Situation spricht der Geist: "Sondert mir Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie berufen habe." Damit ist eine große Missionsreise gemeint.
Also hier explizit – und an anderen Stellen in einer indirekten Weise. Zwei Beispiele:
Sie zogen durch Phrygien und Galatien, da ihnen der Heilige Geist verwehrte, das Wort in Asien zu predigen. In Mysien versuchten sie nach Bithynien zu reisen, doch der Geist Jesu erlaubte es ihnen nicht.
Oder ein Zeugnis von Paulus: Er sagt, dass der Heilige Geist ihm von Stadt zu Stadt bezeugt und sagt, dass Fesseln und Bedrängnisse auf ihn warten. Also hier auch deutlich – da macht der Geist den zentralen Leitern etwas deutlich, wie das innerlich passiert ist, wird nicht im Detail beschrieben.
Also Paulus, Silas, Timotheus: Die sind auf ihrer zweiten Missionsreise und sie wollen das Wort natürlich überall verkündigen. Aber der Geist verweigert ihnen – sowohl in der Provinz Asien als auch in der Provinz Bithynien zu predigen.
Beim zweiten Text ist Paulus auf dem Rückweg von seiner dritten Missionsreise nach Jerusalem und er merkt vom Geist: "Ich bin gebunden im Geist." Und da sagt er das: "Ich weiß nicht, was kommen wird. Aber der Geist bezeugt mir, dass Fesseln und Bedrängnis in Jerusalem auf mich warten."
Also er wird vorbereitet auf etwas, was kommen wird – durch den Geist. Kurze Zeit später wird das nochmal explizit bestätigt: Ein Prophet Agabus kommt zu Paulus, nimmt dessen Gürtel, fesselt sich selbst damit und erklärt: "So spricht der Heilige Geist: Den Mann, dem dieser Gürtel gehört, werden die Juden in Jerusalem die Hände und Füße fesseln und den Heiden ausliefern."
So was können wir denn jetzt aus diesen in der Vergangenheit bezeugten Beispielen für den Umgang oder die Erfahrungen mit dem Heiligen Geist lernen?
Ich habe es mal versucht in einen Satz zu fassen: Der Heilige Geist aktualisiert und konkretisiert Gottes Willen – und zwar auf den Grundlagen von Gottes Wort in unsere Zeit und Situation. So wie er damals Gottes Willen in die Zeit der Apostel aktualisiert hat und konkret gemacht hat, dieselbe Aufgabe hat er auch heute noch.
Wichtig ist immer: Wenn es um ein Wirken des Geistes geht, dass das Wirken des Geistes immer auf den Grundlagen des Wortes Gottes passiert. Es muss also dazu stimmig sein, was in der Schrift bezeugt wird über Gott, über Jesus und auch über den Geist.
Aber wie alle – wie auch die Jünger damals einen Grundauftrag hatten: "Geht hin und macht alle Völker zu Jüngern" – mussten sie erkennen: Was ist denn aktuell dran? Wie soll dieser Auftrag umgesetzt werden?
Und der Heilige Geist sozusagen aktualisiert und konkretisiert diese Grundlage aus Gottes Wort, den sogenannten Missionsbefehl. Und das ziemlich heftig:
- Per Engel bei Philippus zu einer Straße, wo er nie und nimmer hingegangen wäre – weil er gesagt hätte: Vollkommen utopisch.
- Und dort nochmal den direkten Auftrag: "Halte dich in dem Wagen."
- Was passiert dort? Er trifft dort einen Menschen, der geistlich am Suchen ist und offen ist. Und zwar den Finanzminister des damaligen äthiopischen Reiches.
- Er führt ihn zum Glauben an Jesus, erklärt ihm die Schrift, tauft ihn – und damit ist nach Tradition und Überlieferung der Grundstein der heutigen Äthiopisch-Orthodoxen Tewahedo-Kirche gelegt. Die etwa 50 Millionen Gläubige umfasst.
Also: Gott hat den Grundauftrag durch den Geist und durch den Engel entscheidend aktualisiert an einen Punkt, der gravierende Wirkungen in die Zukunft entfaltet hat.
Petrus – dasselbe:
- Petrus hatte ja eine persönliche Berufung von Jesus empfangen.
- Er hatte den Missionsbefehl, den Sendungsauftrag genauso empfangen.
- Aber die Vorstellung mit den Heiden etwas zu tun zu haben oder wie es diese Vision deutlich macht – etwas unreines zu essen, ja auch mit Heiden zusammen: Das war für ihn eine fast unüberwindbare Barriere.
Und auch hier muss Gott den Grundauftrag, den Petrus kannte und sogar persönlich empfangen hatte, aktualisieren und konkretisieren. Er schenkt ihm diese Vision – und gleich danach den Beginn sozusagen der Heidenbekehrungen: "Sei bereit, geh mit den Menschen, die kommen werden – auch wenn sie Heiden sind." Das ist mein Auftrag.
Dann das dritte Beispiel:
- Die Gemeinde in Antiochien kannte den Missionsauftrag genauso wie wir.
- Aber wie wir stand sie vor der Frage: Wer ist denn von Gott dazu berufen? Wer ist am besten dafür geeignet, diese große Missionsreise zu machen?
- Genauso wie wir überlegen: Wen wir als Mitarbeiter berufen und wer dazu geeignet ist – oder wo man sieht, dass Gott da schon am Wirken ist.
- Und was passiert? Sie sind am Fasten. Es heißt ausdrücklich: "Sie feiern einen gemeinsamen Gottesdienst." Und dort beantwortet ihnen der Heilige Geist diese Frage konkret: Barnabas und Saulus sollen dieses Werk tun.
Oder die anderen Beispiele:
- Paulus, Silas, Timotheus wollten – wie wir – das Wort Gottes weiter sagen.
- Sie hatten ihre Pläne und Vorstellungen, wie und wo sie das machen wollten. Aber der Heilige Geist sagte dort: "Nicht hier" und "dort nicht." Wird nicht erklärt, warum. Aber das führt sie zu entscheidenden Dingen.
Bei uns ist das oft genauso:
- Wir haben eine breite Fülle von Möglichkeiten.
- Nur manchmal müssen wir wissen: Wo – oder eben wo nicht?
- Wie wirken wir nach außen? Wie evangelisieren wir? Wie sprechen wir Menschen an? Welche Menschen sprechen wir an?
Und der Heilige Geist zeigt hier: Diese Gegend und diese Gegend noch nicht.
Also: Der Heilige Geist aktualisiert und konkretisiert den Missionsauftrag für einen Philippus, einen Petrus, einen Paulus, einen Barnabas, einen Silas und einen Timotheus.
So – jetzt die Frage:
Warum ist denn diese Aktualisierung und Konkretisierung von Gottes Willen oder seinem Wort durch den Geist heute wichtig oder neu wichtig?
Wir haben die letzten Jahre Corona erlebt. Wir haben die Kriege in der Ukraine und in Israel – oder wir erleben sie immer noch. Wirtschaftskrisen begleiten diese ganzen letzten Krisen, verdeckt und offensichtlich.
Und dann: Der neue amerikanische Präsident. Das heißt: Seit 2020 erleben wir Krise um Krise. Was vor einem Monat noch unvorstellbar war – ist im nächsten Monat schon eine Realität, die man sich vorher nicht vorstellen konnte.
Hier schrieb jetzt jemand die Tage und beschrieb jemand die Zeiten: Diese Veränderung in der Politik, die auf eine Abschaffung der nach dem Zweiten Weltkrieg errichteten Weltordnung hinausläuft – und endgültig zu einem Basar des Dealmakings großer Machtblöcke und Wirtschaftsinteressen verkommt.
Was aus dieser Entwicklung werden wird, wenn sie denn so kommt, ist unabsehbar. Aber ich befürchte: Dass dieses krisenhafte und dieser rasante Wandel von Dingen über unsere Vorstellungen hinaus – dass das bleiben wird.
Und ich meine: Dass wir deswegen das Reden von Gottes Geist ganz neu brauchen werden. Weil das, was gestern für uns ging und passte, auch als gemeintes morgen vielleicht schon nicht mehr passen und gehen wird.
Ich versuche an ein paar Beispielen zu zeigen: Warum brauchen wir Gottes Geist ganz neu.
Das erste habe ich mal genannt:
**Geisteskraft – die Kraft des Geistes in Zeitenwandel und Krisen**
Drei Beispiele, wo deutlich gemacht wird, dass der Geist Gottes in besonderer Weise mit Kraft verknüpft wird. Schon im Alten Testament dort noch stärker – aber im Neuen Testament auch.
Und ich denke: In einer Zeit, die krisenhaft ist und von einem unabsehbaren Wandel geprägt ist, werden wir in der neuen Weise Kraft brauchen. Und zwar Kraft, die über unsere menschliche Kraft hinausgeht.
Von Jesus heißt es: Er hat Satan besiegt in der Versuchung. Und er beginnt sein Wirken eben in der Kraft des Geistes. Und was die Menschen dort erleben – setzt sie in Erstaunen und Bestürzung – und auch in Offenheit. Und am Ende seiner Wirksamkeit verheißt Jesus seinen Jüngern dieselbe Kraft: "Ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen und meine Zeugen sein."
Und dabei ist Kraft sowohl etwas, was äußerlich sichtbar wird – was auch manchmal einen übernatürlichen Charakter hat – als auch etwas, was unser Inneres betrifft und unser Inneres stark macht. Wie es im Römerbrief heißt: "Dass ihr immer reichet werdet an Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes."
Und ich denke: Wir brauchen wirklich Hoffnung in dieser verrückten Zeit, die wir erleben.
Und Gottes Wort sagt: Dazu ist die Kraft des Heiligen Geistes nötig – innerlich und auch äußerlich wahrnehmbar.
Dann:
**Gottes Wort natürlich in diesen Krisen und diesem Wandel**
Und der Heilige Geist wird eben besonders auch auf das Reden oder Vertiefen von Gottes Wort, von Jesu Wort bezogen. Jesu selbst: "Wenn aber der Geist der Wahrheit kommt, wird er euch in alle Wahrheit leiten." Er wird nicht aus sich selbst reden – was er hört, wird er reden – und was zukünftig ist, wird er euch verkünden.
Er wird mich verherrlichen. Denn von dem Meinen wird es nehmen und euch verkündigen.
In Zeiten, wo alles so verrückt wird: Brauchen wir eine frische und tiefe Beziehung zum Wort Gottes. Und es gibt viele Zeugnisse von Menschen, wenn sie Gott um eine neue Nähe oder eine neue Erfüllung mit dem Heiligen Geist gebeten haben – dass dann als erstes eine neue Liebe und eine neue Begeisterung zu Gottes Wort und zur Bibel kam.
Also: Dieses Gebet – neu mit dem Geist gefüllt zu werden, weil vielen zuerst Gottes Wort neu in den Mittelpunkt gerückt hat. Und das ist auch kein Wunder, denn ich denke: Der Geist Gottes ist – so wie Jesus ihn beschreibt – der Lehrer schlechthin.
Besser als jeder Bibellehrer, besser als jeder Prediger oder Pastor. Das heißt hier: Er ist der Geist der Wahrheit in Bezug auf Gottes Wort, in Bezug auf uns selbst.
Und anders als wir das manchmal machen – rückt er eben nicht sich selbst in den Mittelpunkt, sondern er macht Jesus groß. Er vertieft, er aktualisiert, was Jesus verkündet und gelebt hat.
Und das führt uns zum Beispiel von Formen, wo wir vielleicht stark von Religiosität geprägt sind – oder auch von äußeren Gewohnheiten der Frömmigkeit – eben zu einer inneren Erkenntnis der Wahrheit. Das kann eine innere Erkenntnis der Wahrheit in Bezug auf uns selbst sein. Das kann eine Erkenntnis der Wahrheit in Bezug auf Gott sein – oder auch auf Dinge, die kommen werden.
Und was ist denn die entscheidende Wahrheit, die uns Gottes Geist verinnerlicht?
Die entscheidende Wahrheit, die Gottes Geist verinnerlicht, hat mit unserer Kindschaft zu tun. Die, der Geist Gottes treibt, sind Gottes Kinder: "Ihr habt keinen Sklavengeist empfangen zur Furcht wie früher." Ihr habt den Geist der Kindschaft empfangen – indem wir rufen: "Aber lieber Vater!"
Der Geist selbst gibt Zeugnis unserem Geist, dass wir Gottes Kinder sind.
Hier beschreibt Paulus: Der Geist Gottes vertieft und bestätigt diese entscheidende Gewissheit in unserem Leben – ein Kind Gottes zu sein. Gott zum Vater zu haben.
Und rings um diese Gewissheit – bevor die entsteht, manchmal auch, wenn wir die schon lange haben – lässt uns der Geist erkennen: Was diese Gewissheit hindert? Wo wir gefangen sind oder Sklaven sind von Furcht geprägt sind. Das kann um unsere eigene Schuld gehen. Das kann Gefangenheit aus Furcht von Menschen gehen. Das können Dinge sein, die wir mitschlippen aus unserem Aufwachsen und aus unseren Prägungen. Das kann Frömmigkeit sein – die wir gelernt haben – die aber eigentlich lebensfeindlich ist.
Gottes Geist führt uns in Freiheit, er führt uns in Wahrheit und verstärkt die Gewissheit: Du bist ein Kind Gottes.
Und ich denke: Was könnte in der Zeit, wo Wahrheit immer beliebiger wird – und Fakten zu alternativen Fakten werden – was könnte da lebensspendender oder befreiender sein als Wahrheiten, die gewiss und sicher sind? Wie zum Beispiel die Wahrheit: Ein Kind Gottes zu sein.
Das nächste:
Ich habe es mal genannt:
**Geistesgegenwart in Zeiten Wandel und Krisen**
Ich glaube: Dass wir neu eine Gegenwart des Heiligen Geistes brauchen. Und ich weiß, dass dieses Thema bei vielen verbrannte Erde ist – weil sie schlechte Erfahrungen in pfingstlich geprägten oder charismatisch geprägten Gemeinden gemacht haben.
Und natürlich: Da gibt es viel Verrücktes und Verqueres. Das gibt es aber genauso bei den ganz Konservativen, bei den ganz Gesetzlichen – nur da ist es versteckter, subtiler als in den mehr extrovertiert geprägten charismatischen Gemeinden.
Aber wir wollen uns doch nicht von dem prägen lassen, was schlechte Erfahrungen mit Menschen sind. Wir wollen uns doch von dem prägen lassen, was uns Gottes Geist oder Gottes Wort darüber sagt.
Also: Wie passiert denn Geistesgegenwart?
Ja – in dem Sinn, dass Gottes Geist präsent wahrnehmbar ist. Die ersten Christen haben ihn wahrgenommen:
- Sie wussten, wenn er gesprochen hat.
- Sie wussten, wenn sie erfüllt wurden.
- Sie wussten, wenn der Geist auf jemand gefallen ist.
Also: Da war der Geist auch etwas wahrnehmbares. Aber die Gegenwart und das Wirken von Gottes Geist ist eben kein Automatismus – der mit der Bekehrung startet und dann einfach immer irgendwie auf dem selben Level präsent bleibt. Im Gegenteil: Obwohl er ein Geschenk ist, hat es auch etwas mit unserem aktiven Tun zu tun.
Hier: "Sauft euch nicht voll Wein, sondern lasst euch vom Geist erfüllen."
Und dieses "Sauft euch nicht voll Wein" ist im Grunde genommen nur ein Platzhalter – ein Beispiel für jede Form von Suchtverhalten, von Fluchtverhalten, von Sünde. Es könnte auch heißen:
- Füllt euch nicht mit Groll und Unvergebenen.
- Füllt euch nicht mit Vorurteilen.
- Flüchtet euch nicht in Arbeit oder Menschenfurcht.
- Füttert euer Ego nicht mit Stolz und äußerlicher Frömmigkeit.
- Füllt euch nicht ab mit Medienkonsum und Ablenkung.
Sonst lasst euch vom Geist erfüllen. Der Heilige Geist ist ein Geschenk Gottes und Jesu an uns. Er soll in uns wohnen – aber wir können diesen inneren Wohnraum sozusagen mit allem Möglichen zustellen. Wie eine verrümpelte Wohnung mit allen möglichen inneren Haltungen.
Es ist erstaunlich, wie oft im Neuen Testament und speziell in den Briefen aufgefordert wird: Dass wir sozusagen etwas tun können zur Gegenwart des Heiligen Geistes. Da heißt es zum Beispiel:
- Betrübt den Heiligen Geist nicht.
- Wandelt im Geist.
- Dämpft den Geist nicht.
- Seid brennend im Geist.
- Betet im Geist.
- Bewahrt die Einheit im Geist.
Und die häufigste und am meisten genannte Aufforderung – siebenmal: "Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt."
Die Gegenwart und das Wirken von Gottes Geist sind einerseits ein unverfügbares Geschenk. Sie liegen aber paradoxerweise genauso in unserer Hand und unserer Verantwortung.
Und ich bin mir sicher: Wir werden die Gegenwart und das Wirken von Gottes Geist in Zukunft mehr brauchen – vielleicht sogar mehr als je zuvor.
Das letzte:
Ich habe es genannt:
**Geistesbitte in Zeiten Wandel und Krisen**
Jesus sagt: "Bittet, so wird euch gegeben. Sucht, so werdet ihr finden. Klopfet an, so wird euch aufgetan." Wenn selbst ihr – die ihr böse seid – euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist denen geben, die ihn bitten.
Jesu Verheißung – dass bittet, sucht und anklopfen bei Gott von ihm mit gegeben, gefunden, aufgetan beantwortet wird – die ist ganz bekannt und ganz populär unter Christen. Aber es ist fast vergessen: Dass diese Verheißung sich unmittelbar auf die Bitte um den Heiligen Geist bezieht.
Direkt danach wird als Beispiel die Bitte um den Heiligen Geist benannt.
Und im Grunde genommen ist das doch eine tolle Einladung. Egal was wir vielleicht erlebt haben – mit wilden Veranstaltungen bei Charismatikern, mit verrückten Dingen und all sowas können wir das beiseite legen und können uns in einer direkten Bitte an Gott selber wenden und können ihn bitten.
Und ich glaube: Dass es eine wichtige Bitte ist in dieser Zeit – Gott neu zu bitten, ganz persönlich um seinen Geist. Und diese Bitte ist ja ganz einfach. Jeder kann sich sprechen. Und es ist Gott überlassen, was er dann tut:
- Ob er euch mit einer neuen Liebe für sein Wort füllt.
- Ob er euch etwas im Inneren zeigt – was er frei oder heil machen möchte.
Seine Entscheidung – oder wird nichts tun, was er nicht will oder wozu er euch zwingen müsste.
Also die ganz einfache Bitte: "Bitte Vater, füll mich neu mit deinem Geist" – wie Jesus es verheißen hat.
Und ich lade euch ein:
Macht diese Bitte doch zu eurer Bitte in der stillen Zeit oder wo ihr gottnahe seid. Und dann überlasst es Gott, wie er diese Bitte beantwortet und was ein neues Erleben des Heiligen Geistes bei euch bewirken wird.
Amen.