Jetzt haben wir schon einiges über Essen gehört. Wir haben über Essen gesungen. Wer bekommt da nicht Hunger? Unsere Lieblingsrestaurantin will ich mit euch ein Gedankenspiel machen. Wir gehen jetzt in unser Lieblingsrestaurant. Jeder in sein eigenes. Und vor euch wird jetzt ein Teller serviert – richtig mit dem Lieblingsgericht von euch. Es dampft, es duftet. Genau das wollt ihr haben. Ihr habt euch schon den ganzen Tag darauf gefreut und nimmst den ersten Bissen – und es ist einfach köstlich. Und dann der zweite, der dritte, und du genießt das Essen. Doch dann, kaum ist der Teller leer, passiert etwas merkwürdiges: Anstatt satt und zufrieden zu sein, spürst du eine innere Leere. Anstatt zufrieden zu sein, spürst du eine innere Leere – nicht körperlich, sondern es geht irgendwie tiefer. Vielleicht kennt ihr dieses Gefühl, innerlich leer zu sein. Das soll eine kleine Metapher dafür sein, was uns heutzutage aus verschiedenen Richtungen versprochen wird.
Es gibt heute unzählige Ratgeber, Ernährungskonzepte oder Superfoods, die dir versprechen: Wenn du dich nur richtig ernährst, dann wird es dir besser gehen. Du wirst dich besser fühlen, hast mehr Energie, lebst gesünder, bist glücklicher, leistungsfähiger. Die einen sagen: Weniger Kohlenhydrate sind der Schlüssel; andere schwören auf eine Extraportion Protein; wieder andere sagen: Nein, du brauchst mehr gesunde Fette. Jeder hat sein Rezept für das perfekte Leben – oder zumindest für die perfekte Mahlzeit.
Aber nicht nur unser Körper soll optimiert werden, auch unser Geist, unsere Seele. Vielleicht bist du schon mal über den Begriff „Manifestation“ oder „Mindset Training“ gestolpert. Die Idee dahinter: Wenn du nur fest genug daran glaubst, wird es dir besser gehen – dann wird das, was du dir vorstellst, Realität: Erfolg, Glück, Zufriedenheit, Frieden. Alles liegt dann in deiner Hand; du musst es dir nur vorstellen.
Klingt erst mal gut, oder? Wer möchte nicht ein volles, sattes Leben haben, sein volles Potenzial entfalten? Wer wünscht sich nicht, dass das Leben einfach nur funktioniert und man keine Probleme mehr hat?
Aber dann kommen doch diese Momente, in denen es eben nicht funktioniert: Wenn die Motivation schwindet, wenn die Erfolge ausbleiben, wenn trotz aller positiven Gedanken Zweifel nicht verschwinden – wenn man doch nicht das glückliche Leben bekommt, was man versprochen bekommen hatte.
Und dann bleibt da oft diese unbestimmte Sehnsucht. Ein Hunger, den all die Selbstoptimierungen nicht stillen können.
Womit stillen wir unseren Seelenhunger? Womit füllen wir unsere Seele – dieses Loch, diese innere Leere? Wovon ernährt sich unsere Seele, damit sie wirklich satt wird?
Und ich bin der Überzeugung, dass Gott uns einlädt, damit unsere Seele gesättigt wird. In der Bibel finden wir immer wieder erstaunliche Einladungen Gottes: Gott lädt Menschen ein – schon von Anfang an.
Er lud Eva ein, mit Adam das Leben zu teilen.
Er lud die Tiere in die Arche ein, um sie zu bewahren.
Er rief David dazu, König zu werden.
Maria seinen Sohn zur Welt zu bringen.
Und am See bei Nazareth lud er einfache Fischer ein, ihm nachzufolgen.
Gott ist ein Gott, der einlädt. Er ruft Menschen in seine Nähe. Und er ist ein Gott, der den Hunger der Menschen stillt – nicht nur den körperlichen, sondern auch den tiefen Hunger in der Seele. Da, wo wir uns oft doch so leer fühlen.
Eine dieser Einladungen war so gewaltig, dass sie Tausende erreichte: Die Speisung der 5000. Eine Menschenmenge hatte sich versammelt – hungrig nach seinen Worten und am Ende auch einfach wirklich hungrig. Ihren Magen hat geknurrt.
Doch Jesus stillte nicht nur ihren Magen, sondern sprach von einer Nahrung, die weit über das vergängliche Brot hinausging, was sie eben gerade gegessen haben.
Und genau dahin führt uns unser Bibeltext.
Aber was ist geschehen? 5000 Menschen – vielleicht sogar noch mehr, weil Kinder und Frauen nicht wirklich mitgezählt wurden – wurden satt mit nichts als fünf Broten und zwei Fischen. Es war übernatürlich: ein Zeichen, ein Vorgeschmack auf das, was Gott tun kann.
Und was ist danach passiert? Die Leute sind begeistert. Sie wollen mehr – immer mehr von Jesus haben. Als erstes mehr Wunder, mehr von dem, was er gemacht hat; mehr von diesem Brot, was er geteilt hatte. Und sie folgten Jesus und fragten ihn dann: „Was müssen wir tun, um Gottes Willen zu erfüllen?“
Und vielleicht erwarteten sie damals eine lange Liste an Vorschriften.
Doch Jesus gibt ihnen eine überraschende Antwort:
„Glaubt an den, den ich gesandt habe.“
„Glauben“ – das klingt fast zu einfach. Sie wollen erst mal ein Zeichen, einen Beweis, eine Garantie. Und sie erinnern sich an Mose, durch den Gott in der Wüste das Mana gab.
Und dann sagt Jesus diesen einen Satz, der alles veränderte:
„Ich bin das Brot des Lebens.“
Aber jetzt wird es brenzlig: Denn Jesus vergleicht sich nicht mit Mose. Er sagt nicht: „Ich bin ein Prophet wie Mose – ein neuer Prophet, auf den ihr gewartet habt.“ Nein, er geht viel weiter:
„Ich bin das neue Mana.“ Also ich bin nicht nur ein Mittler, nicht nur ein neuer Lehrer, nicht ein neuer Prophet – sondern ich bin die Nahrung, die euch am Leben hält. Ich bin die Nahrung selbst.
Das bringt uns direkt zu unserem heutigen Bibeltext:
„Wer glaubt, der hat das ewige Leben.“
Ein herausfordernder Satz: „Wer glaubt?“ Aber was heißt das? Reicht mein Glaube aus? Ist mein Vertrauen stark genug?
Doch Jesus stellt hier eigentlich gar keine Bedingung. Er sagt nicht: „Wenn dein Glaube groß genug ist, dann bekommst du etwas von diesem ewigen Leben ab.“ Er gibt eher eine Einladung, eine Zusage.
Gott lädt wieder ein. Entscheidend ist nicht die Größe unseres Glaubens – sondern auf wen wir unser Vertrauen setzen.
Und dann spricht Jesus von diesem ewigen Leben. Aber meint er damit nur das Leben nach dem Tod? Ich glaube nicht. Es geht um mehr: um eine neue Qualität des Lebens, die auch jetzt schon im Hier und Jetzt beginnt.
Denn Jesus sagt nicht nur: „Wer glaubt, hat ewiges Leben.“ Er spricht auch vom Brot des Lebens:
„Ich bin das Brot“, sagt er.
Das bedeutet: Wer von diesem Brot ist – der empfängt mehr als nur Nahrung in diesem Moment. Wer dieses Brot ist – der hat Anteil an etwas, das über dieses Leben hinausgeht.
Aber was heißt das konkret? Wer dieses Brot ist – der hat eine Beziehung zum Ewigen, zu Gott selbst. Es geht nicht nur um ein Geschenk für die Zukunft; sondern um eine lebendige Verbindung, die heute beginnt.
Jesus macht es möglich, dass wir jetzt schon in Gemeinschaft mit Gott leben. Das Brot, das er gibt, ist mehr als Nahrung. Es ist ein Zeichen dieser tiefen Beziehung zu ihm und zu Gott.
Vielleicht kennst du das: Du hast viel erreicht – vielleicht sogar alles, was du dir gewünscht hast. Du hast die Anerkennung innerhalb der Familie von Kollegen, von Freunden. Du hast wirklich ein erfolgreiches Leben auch geführt. Du hast die Sicherheiten. Du bist abgesichert. Du hast deine Rente. Du hast dein Haus, deine Wohnung. Du hast genügend zu essen.
Und trotzdem bleibt da diese leise Sehnsucht: Ein Gefühl, dass es noch mehr geben muss – als das, was du jetzt schon hast.
Und darauf zielt Jesus ab:
Das Brot, das er gibt, setzt dich nicht nur halt diesen einen Moment. Es stillt den Hunger, den nichts in dieser Welt wirklich stillen kann.
Und dabei spricht Jesus nicht von einer entfernten Zukunft. Er sagt nicht: „Haltet durch – eines Tages kommt das Paradies.“ Nein: Das ewige Leben beginnt jetzt.
Und genau da haben wir oft ein Missverständnis:
Wir denken bei Ewigkeit an eine unendlich lange Zeit nach dem Tod. Eine endlose Fortsetzung unseres jetzigen Lebens. Also irgendwann hat man hier sein Leben, dann kommt hier der Schnitt – und dann beginnt die Unendlichkeit.
Doch das ist nicht, was Jesus meint.
Stell dir die Zeit vor, so wie wir sie erleben: Morgens, mittags, abends. Tage werden zu Wochen, Monate zu Jahren. Alles ist in Bewegung; alles ist irgendwie im Fluss. Aber hinter all dem gibt es etwas, das bleibt – etwas, das die Zeit erst möglich macht.
Und das ist die Ewigkeit. Sie ist nicht einfach eine unendliche Verlängerung der Zeit. Sie ist der tiefere Grund, der alles trägt. Sie ist wie der Boden, auf dem wir stehen; die Luft, die wir atmen – immer da, aber oft übersehen.
Und das Entscheidende: Gott selbst ist diese Ewigkeit. Er ist nicht nur irgendwann und irgendwo – sondern er ist auch hier und jetzt. Und er trägt alles. Ohne ihn gäbe es keine Zeit, kein Leben, keine Geschichte.
Die Ewigkeit hebt die Zeit nicht auf; sie gibt ihr den Sinn.
Und das bedeutet: Wir müssen nicht auf einen fernen Tag warten, um Gottes Gegenwart zu erleben. Sie ist jetzt schon da – in unserem Alltag, in unserem Leben.
Wer dieses Brot ist, hat jetzt schon eine Beziehung zu diesem ewigen Gott selbst.
Also: Wir haben gesehen, Ewigkeit ist kein quantitativer Begriff – von wegen eine unendliche Spanne; sondern es hat eine qualitative Ebene. Sie ist das Grundlegende, das Leben erst überhaupt möglich macht. Und sie ist jetzt schon da.
Doch nicht jeder will das hören. Die Reaktion der Menschen im Johannesevangelium, wo wir uns gerade befinden – was machen die? Sie murren. Ein Begriff, den die Bibel genauso verwendet, um das Verhalten der Israeliten in der Wüste zu beschreiben: Damals, als Gott ihnen Mana gab (also Brot, das vom Himmel gekommen ist), da haben sie angefangen zu sammeln – aber dann fing das Klagen an, das Murren. Es war ihnen nicht genug. Sie wollten mehr; sie wollten etwas anderes. Und sie sehnten sich zurück nach Ägypten, wo sie Fleisch hatten, Abwechslung und Sicherheit.
Und hier im Johannesevangelium Kapitel 6 passiert genau das Gleiche:
Jesus spricht von einem Brot, das in die Ewigkeit reicht. Aber sie wollen ein anderes Brot. Sie wollen mehr; sie wollen vielleicht noch mehr Zeichen, mehr Wunder haben – eine Lösung, die in ihr Konzept passt.
Doch Jesus macht klar: Er selbst ist das Zeichen, nicht irgendwelche Wunder. Sie fordern Brot – aber er selbst ist das Brot.
Und genau da liegt das Problem:
Jesus passt nicht in ihre Erwartungen hinein. Sie hatten gehofft, dass er ein König wird, der ihre Not lindert, ihre Probleme löst; sie vielleicht sogar von den Römern befreit. Aber stattdessen spricht er von einem Leben, das viel tiefer geht – von einer Nahrung, die anders sättigt als das, was sie sich gerade vorstellen.
Aber Jesus zwingt niemanden etwas auf. Er diskutiert nicht; sondern er lädt einfach nur ein:
„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“
Es ist ein Angebot – ein Angebot, das Jesus macht und wir dürfen zugreifen.
Und dieses Zugreifen ist unsere Entscheidung.
Und die Frage ist: Wovon ernährst du dich? Was stillt deinen Hunger wirklich?
Vielleicht kennst du das: Du jagst Dingen hinterher, die sich gut anfühlen. Wir haben eben schon von Erfolg, Anerkennung und Sicherheit gesprochen – so Grundbedürfnisse, die wir haben in unserem Leben; vielleicht suchen wir sie in dieser Welt.
Und vielleicht funktioniert das auch in diesem Augenblick. Aber dann kommen diese Momente, wo man doch merkt: Das reicht nicht oder es bricht doch weg. So sicher sind die Dinge doch nicht, wie ich es mir gedacht hatte. Und die Zufriedenheit hält dann nicht an. Es bleibt ein Hunger – er kommt wieder.
Und Jesus bietet dir an:
„Ich bin das Brot des Lebens.“
Und er sagt nicht: „Ich zeige dir, wo du satt wirst“ oder „Ich gebe dir einen Plan, wie du dich selbst füllen kannst“. Nein, er sagt: „Ich bin selbst dieses Brot.“
Die Frage ist: Vertrauen wir darauf? Also essen wir davon.
„Essen“ bedeutet dann mehr als nur davon zu wissen. Du kannst alles über ein Brot wissen – die Zutaten, den Nährwert; vielleicht auch, wie es riecht und vielleicht hast du es auch mal gekostet. Aber satt wirst du erst, wenn du wirklich davon isst.
Genauso ist es dann mit Jesus:
Du kannst über ihn Bescheid wissen. Du kannst heute eine Predigt von ihm hören, Bibeltexte lesen in deiner stillen Zeit. Aber das ersetzt keine echte Beziehung. Eine Beziehung zu Jesus beginnt, indem du ihn einlädst, in dein Leben zu kommen.
Er ist da – und das kann ganz einfach sein: mit ihm zu sprechen. Mit ihm zu sprechen ist das Einfachste, was man machen kann:
Sag Jesus, was dich bewegt.
Sag ihm, wenn du hungrig bist; wenn deine Seele dürstet; wenn du suchst, nach etwas suchst – und wenn du zweifelst.
Wir nennen das Beten. Ich kenne viele Menschen, die gebetet haben und dann haben sie Impulse bekommen, sind auf Gedanken gekommen, die sie vorher nicht hatten – weil wir so in Beziehung mit Gott treten. Denn wir reden; wird auch Gott auf irgendeine Art und Weise antworten.
So merke ich auch, dass er in mein Leben schon hineingesprochen hat:
Wir hatten ja auch vor kurzem die Predigtreihe „Wenn Gott spricht“ – und wir haben da auch gesehen, auf welche unterschiedlichen Arten und Weisen Gott zu uns spricht. Und da hatte ich auch erzählt: Wie ich berührt gewesen bin in Zeiten des Gebets oder der Bibel lese.
Ein zweites ist auch dieses Lesen:
Lesen, was Jesus gesagt hat – was Gott in der Bibel beschreibt. In der Bibel lernen wir Gott und Jesus kennen. Für viele ist vielleicht auf dieser Welt die Bibel ein altes Buch. Aber eigentlich ist es ein Ort, wo wir Gott begegnen können.
Die Bibel ist ein Ort, wo wir Gott begegnen können.
Und auch ich: Wenn ich Bibel gelesen habe, habe ich schon öfter gemerkt:
„Okay – Gott möchte mir jetzt mit diesem Vers oder mit diesem Bibeltext etwas sagen. Ich soll etwas tun; ich soll etwas unterlassen – damit es mir am Ende besser geht.“
Ich habe auch Zuspruch erfahren, indem ich Bibeltexte gelesen habe – und da habe ich gemerkt: „Hey – es ist okay so. Ich bin genug.“
Und ich glaube, dass Martin Luther damals, als er so große Zweifel hatte, dass er genau so ein ähnliches Erlebnis hatte:
Und als er den Römerbrief gelesen hat und wo er eigentlich immer gedacht hatte: „Irgendwie muss ich etwas tun – um vor Gott gerecht zu sein“, merkte er plötzlich im Lesen des Römerbriefes: „Du bist genug. Du musst nur glauben; mehr nicht.“
„Du bist genug. Du musst nichts tun.“ Was für eine Erleichterung.
Und dann ein weiteres ist einfach Vertrauen:
Es ist eine komplexe Welt – es gibt viele Fragen und wir bekommen vielleicht nicht auf alle Fragen eine Antwort. Wir verstehen nicht immer alles.
Aber Glauben heißt nicht, alle Antworten zu bekommen und dann auch zu haben; sondern sich auf etwas einzulassen – und auf eine Beziehung sich einzulassen. Also ein Miteinander zu haben ist immer eine Vertrauenssache:
Wenn wir hier unterwegs sind und uns miteinander unterhalten, dann müssen wir auch einander vertrauen.
Wenn du jemanden liebst und auch vielleicht heiraten willst oder geheiratet hast – dann musst du dem anderen ja irgendwie vertrauen. Obwohl du vielleicht noch nicht alles weißt; obwohl er dir vielleicht nicht alle Antworten geben kann oder du vielleicht nicht alles nachvollziehen kannst.
Und so ähnlich stelle ich mir das mit Gott vor: dass wir einfach in eine Beziehung treten – und da geht es nicht darum, dass ich alles weiß, dass ich alles kenne, dass ich alle Antworten parat habe; sondern dass ich mit Gott unterwegs bin.
Apropos unterwegs:
Wir sind auf dieser Welt nicht allein – sondern wir sind auch als Gemeinde unterwegs. Glaube ist nämlich keine Soloreise. Menschen, die auch mit Jesus unterwegs sind, helfen dir, dran zu bleiben.
Ich erinnere mich noch an eine Frau, deren Mutter gestorben ist und wo sie gemerkt hat, dass sie in dieser Gemeinschaft aufgefangen war:
Sie hatte vorher gesagt: „Gemeinde gehört irgendwie dazu.“
Aber erst als sie in so eine Krisenzeit gekommen ist – wo ihre Mutter gestorben ist – hat sie gemerkt, wie wichtig es eigentlich gewesen ist, dass eine Gemeinde für sie da war; dass eine Gemeinde für sie gebetet hat; dass eine Gemeinde nachgefragt hat: „Wie geht es dir?“ und sie darin unterstützt hat, diesen Weg der Trauer zu begleiten.
Glaube ist keine Soloreise. Und vielleicht spürst du genau das heute – diese Sehnsucht nach mehr:
Dann ist die Einladung für dich.
Jesus zwingt niemanden; aber er lädt dich ein. Gott ist einer, der einlädt – und Gott, Jesus, ist genug.
Und die Frage ist: Nimmst du diese Einladung an?
Vielleicht hast du während dieser Predigt gemerkt: Diese Einladung ist genau für dich.
Vielleicht hast du diese Beziehung zu Jesus noch nicht oder hast sie aus den Augen verloren. Aber heute kannst du sie annehmen – diese Einladung.
Wie gesagt: Jesus zwingt niemand; aber er lädt ein:
„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“
Und es geht nicht darum, irgendwie perfekt zu sein. Es geht nicht darum, erst alles zu verstehen. Es geht nicht darum, dass du ihm – es geht darum, dass du ihm vertraust; dass du das Brot isst, das er dir jetzt auch anbietet.
Und wenn du sagst: „Ja, ich will dieses Leben mit Jesus. Ich will, dass er meinen Hunger stillt. Ich will ihm mein Leben anvertrauen“, dann kannst du jetzt mit mir ein Gebet sprechen:
Ich bete es vor – ich glaube wir haben das auch gleich auf Folie; oder? Okay, dann bete ich es einfach laut und sei eingeladen: Wenn du dich angesprochen fühlst, dieses Gebet mitzusprechen.
„Jesus, ich komme zu dir. Ich habe gemerkt, dass ich diesen Hunger in mir nicht selbst stillen kann. Ich glaube, dass du das Brot des Lebens bist. Ich glaube, dass du für mich gestorben und auferstanden bist. Vergib mir meine Schuld und mach mich neu. Ich lade dich in mein Leben ein. Ich will dir nachfolgen und in Beziehung mit dir leben. Danke, dass du mich annimmst. Danke, dass du mir ewiges Leben schenkst.“
Amen.
Wenn du dieses Gebet gesprochen hast – sei es nun im Inneren ganz leise oder vielleicht auch ein bisschen lauter – dann bist du nicht allein. Lass es nicht einfach irgendwie ein Moment sein und bleiben. Rede mit jemandem darüber: sei es nun mit mir, oder vielleicht mit Peter und Marion; oder jemand anderem, der mit Jesus unterwegs ist und dem du vertraust.
Denk daran: Glaube ist keine Solo-Reise – und Jesus lädt dich ein, weiter mit ihm zu gehen.
Vielleicht hast du auch schon das Gefühl:
„Okay – vielleicht ist auch ein nächster Schritt für mich dran.“
Wir wollen im Juni Taufe feiern. Taufe bedeutet: Ich glaube daran, dass Jesus für mich gestorben ist; dass er auferstanden ist und dass ich wirklich neues Leben durch ihn bekomme.
Und wenn du das glaubst – dann ermutige ich dich, dass du dich mit dieser Frage, dieser Taufrage auseinandersetzt und ein Ja dazu findest:
„Ja, ich möchte zu Gott gehören.“
Denn die Taufe ist auch ein Momentum; ein Symbol dafür, dass Gott zu dir ein Ja sagt.
Also: Wenn du dich taufen lassen möchtest – komm auf uns zu. Auf Peter, auf mich, auf jemanden, mit dem du erst mal ins Gespräch kommen möchtest.
Es ist eine großartige Sache, einen Schritt weiter in seinem Glaubensleben zu gehen.