Wir sind schon den fünften Sonntag jetzt unterwegs mit unserer Predigtreihe "Gemacht für mehr", in der wir vielleicht erinnert haben, den Epheserbrief durchgehen von Kapitel zu Kapitel. Und vielleicht erinnert ihr euch noch an die bisherigen Themen. Was waren diese Themen? Ich fordere euch jetzt mal ein bisschen heraus, in eurem Gehirn zu kramen. Was haben wir eigentlich gemacht in den letzten Wochen? Welche Überschriften hatten wir? Vielleicht könnt ihr auch einfach Schlagwörter nennen, die drin vorkamen. Ich gebe den Beil jetzt an euch weiter.
Carla: Die Liebe Gottes, okay.
Genau, die Versiegelung durch den heiligen Geist, das kam auch vor.
Nochmal Gisela: Dass wir der Berufung entsprechend leben.
Der Berufung entsprechend leben? Ach guck mal, hier hinter mir taucht es schon auf, also ihr könnt sogar ein bisschen spicken.
Ja, wir hatten "Gemacht für mehr" in der ersten Predigt. Da ging es um die Identität, die wir haben, die wir durch Jesus Christus bekommen. Auch heute wird es ein bisschen darum gehen als Wiederholung.
Peter hatte dann auch gepredigt anschließend, dass wir ja nicht einfach nur Mitarbeiter sind. Wir sind nicht einfach nur Dienstleister, sondern wir sind eingebettet in einen großen Plan Gottes. Und wir sind gemacht für mehr Liebe. Einerseits geliebt zu werden von Gott, der uns so sehr liebt. Er hat seinen Sohn für uns gegeben. Andererseits diese Liebe auch weiterzugeben unter uns.
Und dann wurde es ein bisschen praktischer. Wir haben gesagt, ab Kapitel 4 beginnt der praktische Teil. Vorher hat Paulus im Epheser-Brief die ersten drei Kapitel eher die Grundlagen gelegt, die theologischen Grundlagen. Und jetzt kommt es zum ethischen Teil, zum praktischen Teil. Und wir haben gesehen, dass wir auch etwas bewirken können in dieser Gesellschaft.
Heute geht es auch weiter mit diesem Thema, gemacht für mehr Unterschied. Und da sind wir im Kapitel 5 angelangt, im Epheser-Brief.
Gott hat uns nicht einfach nur gerettet, sondern er hat uns neu gemacht und auch eine Berufung gegeben. Nicht, dass wir für uns selber irgendwie etwas machen können damit, sondern, damit wir in dieser Welt auch etwas verändern, einen Unterschied machen.
Und genau darum geht es heute, gemacht für mehr Unterschied.
Es gibt ja auch diese Alltagsszenen, die vielleicht jeder von uns kennt und die auch hängen bleiben. Und die dauern manchmal nur ein paar Sekunden. Jemand hilft einem Fremden ohne großes Aufsehen. Jemand bleibt freundlich, obwohl er allen Grund hätte, sich zu ärgern. Oder jemand hört wirklich zu mitten im Trubel des Alltags, wo sonst jeder nur spricht und wo es laut ist.
Und in solchen Momenten merkt man: Das ist anders. Da ist Licht. Und da ist eine Kraft. Da, wo es vielleicht vorher irgendwie hektisch, chaotisch war, im biblischen Bild die Dunkelheit, kommt plötzlich Licht und es ordnet sich was, es kommt Ruhe rein.
Paulus schreibt in Epheser 5, Vers 8: "Eins wart ihr in der Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht im Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts." Wandelt als Kinder des Lichts.
Das ist keine Aufforderung, sich selbst dann zu verbessern oder zu optimieren. Das ist eine Aussage über unsere Identität in Christus, die wir haben. Nicht werdet Licht, so wie wir es eben im Alten Testament gehört haben, sondern jetzt heißt es im Neuen Testament: Ihr seid Licht. Ihr seid es schon, durch Jesus Christus.
Und wenn das stimmt, dann verändert es auch, wie wir leben. Nicht aus Druck, sondern weil wir überzeugt sind, dass Christus in uns wirkt. Nicht um etwas zu erreichen, sondern weil wir schon etwas sind. Wir sind Lichtträger, wir sind Botschafter, Nachahmer Gottes.
So heißt es übrigens in Epheser 5, Vers 1: "Ihr seid die Nachahmer Gottes." Und das mitten im Alltag, nicht nur um 10 Uhr hier im Gottesdienst.
Darum wollen wir heute fragen: Wie kann unser Leben heute Licht bringen? Wie können wir diesen Unterschied leben, dort wo wir sind?
Manchmal, wenn wir solche Aussagen hören, reagieren wir innerlich mit Druck. Ich muss mehr tun, ich muss heller leuchten, ich muss mich mehr abmühen, mehr anstrengen.
Aber das ist genau das Nicht, was Paulus hier auch meint. Er sagt nicht: Werdet Licht, sondern du bist Licht, weil du Christus gehörst. Und das ist auch ein fundamentaler Unterschied.
Christsein beginnt nicht mit Aktion, sondern mit der Position. Mit einer neuen Realität, die Gott in uns schon geschaffen hat. Und diese Realität ist wie ein Licht, das angezündet wurde. Nicht weil wir perfekt als Menschen sind, sondern weil Jesus uns ins Licht gestellt hat. Und das ist die Gnade Gottes: Er zündet uns einfach an, weil er uns liebt.
Vielleicht hilft uns ein Bild: Eine Kerze brennt nicht, weil sie sich anstrengt, sondern weil sie einmal entzündet wurde. Sie leuchtet einfach, weil in ihr das Licht jetzt ist.
Und so ist das bei uns, wenn wir zu Jesus gehören, hat er dieses Licht in uns angezündet. Und deshalb geht es nicht zuerst ums Tun, sondern ums Sein. Und das hat Auswirkungen, auch wenn es uns gar nicht immer bewusst ist.
Vielleicht habt ihr das auch schon mal erlebt: Da kommt jemand zur Arbeit oder in die Schule und mit dieser Person verändert sich plötzlich die Atmosphäre. Nicht weil sie viel redet oder sich in den Vordergrund spielt, sondern weil da jemand mit Ruhe kommt, die klar ist und vielleicht bringt sie auch Güte mit rein in die Gruppe.
Da ist jemand, der vielleicht zuhört, statt immer nur zu reden. Jemand, der nicht mitlacht, wenn andere schlecht gemacht werden. Und gerade dadurch fällt die Person auf. Kein großes Programm, kein Bibelfers an der Stirn kleben, einfach nur anders handeln.
Man merkt: Da ist etwas anders, da ist ein Unterschied, weil dieser Mensch Licht mit in die Gruppe bringt. Und das spüren wir, es ist vielleicht nicht laut, aber es verändert die Atmosphäre. Diese Atmosphäre ist dann präsent.
Und das tun wir nicht aus Pflichtgefühl, sondern weil es dann, wenn wir dieses Licht in uns tragen, zu unserer Identität gehört.
So soll es bei uns sein: Wenn wir zu Jesus gehören, hat er dieses Licht in uns angezündet. Und deshalb geht es nicht zuerst, wie gesagt, ums Tun, sondern ums Sein. Und es daraus wächst dann auch ein anderes Leben.
Und Paulus bleibt nicht bei der Identität stehen. Er ruft dazu auf, dass das, was wir sind, auch in unserem Leben jetzt sichtbar wird.
In Vers 14 zitiert er ein altes Lied oder vielleicht auch ein Taufbekenntnis aus der frühen Kirche: "Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten." Und direkt danach schreibt er: So steht nun sorgfältig darauf, wie ihr euer Leben führt. Nicht als Unweise, sondern als Weise.
Also Licht sein bedeutet nicht nur, eine neue Identität zu haben, sondern auch dann in dieser Identität zu leben, anders zu leben. Nicht im Sinne von: Sei moralisch besser als die anderen, sondern sei wach, sei bewusst, sei aufmerksam.
Im Lichtleben, das ist ein Unterschied.
Licht lebt vielleicht erstmal unscheinbar. Eben nicht im Schlafmodus, nicht angepasst, nicht gleichgültig. Licht ist hellwach, hellhörig, Licht ist klar.
Und vielleicht passt hier ein ganz einfaches Bild aus dem Alltag: Du stehst im Badezimmer, die Sonne scheint durchs Fenster und plötzlich siehst du auf dem Spiegel erstmal die Realität. Da sind die Flecken, da ist der Staub. Im Dämmerlicht war alles okay. Aber jetzt im Licht wird es sichtbar, was da ist.
Und genau das ist die Wirklichkeit von Licht: Nicht um zu verurteilen, sondern um wahrzunehmen, was wirklich ist.
Unser Leben als Christen soll genau das tun: Nicht blenden, sondern aufdecken. Nicht überführen, sondern Orientierung geben.
Licht hat Kraft, merken wir das doch, auch wenn es klein ist. Licht entlarvt nicht nur den Staub, es verändert auch. Es lässt Dinge anders erscheinen. Das, was vorher okay war, ist nicht mehr okay.
Und genau deshalb sind wir als Christinnen und Christen gemacht für mehr Unterschied.
In der Geschichte gab es immer wieder Menschen, die genau das gelebt haben: Lichtträger in dunklen Zeiten.
Ein Beispiel ist Nelson Mandela, der ist auch Gläubiger Christ gewesen, ist in der Methodistenkirche groß geworden. Trotz jahrzehntelanger Gefangenschaft ließ er sich nicht vom Hass bestimmen oder resignierte. Stattdessen blieb er standhaft und hat weiterhin für Freiheit und Gerechtigkeit eingestanden.
Mit einem Hoffnungsschimmer, der Millionen Menschen auch inspiriert hat. Sein Leben war wie ein Lichtstrahl, der den Staub der Ungerechtigkeit sichtbar gemacht hat und gleichzeitig Menschen Mut machte, anders zu leben.
Genau solche Menschen erinnern uns daran: Wir sind nicht dazu berufen, einfach angepasst durchs Leben zu gehen. Wir sind gemacht für mehr Unterschied, berufen Gottes Licht in unsere Welt hineinzutragen.
Christus hat uns nicht wachgerüttelt, damit wir wieder im Halbschlag weitermachen, sondern damit wir anders unterwegs sind: Bewusster, weiser, sichtbarer. Und gerade heute ist das ein starkes Zeichen.
Wir müssen vielleicht nicht lauter sein, sondern einfach nur klarer. Nicht schriller, nicht auffallender, sondern einfach echt sein.
Nicht uns allem anpassen, sondern mutiger, weil wir wissen, wem wir gehören.
Und Paulus schreibt dann weiter in den Versen 16 und 17: "Kauft die Zeit aus, denn die Tage sind böse. Darum seid nicht töricht, sondern versteht, was der Wille des Herrn ist."
Diese Verse wurden oft so verstanden: Nutze jede Minute, sei effektiv, tu mehr.
Also muss ich jetzt mehr leisten, es ist ja ein bisschen konträr zu dem, was ich gerade gesagt habe, oder? Muss ich meine Zeit noch besser planen, noch effizienter leben, damit mein geistliches Leben auch etwas gilt und Einfluss in dieser Welt hat?
Und ich glaube, diese Sorge ist verständlich, denn viele von uns kennen den Druck einerseits aus dem Berufsleben. Alles soll schneller gehen, jede Minute muss produktiv sein, es wird alles optimiert und verdichtet. Und wenn der Mensch nicht mehr mithalten kann, wird er ersetzt.
Und andererseits, je nachdem, wie wir aufgewachsen sind, kennen wir das Gleiche auch aus der Gemeinde. Viele sind genau an diesem Satz aus der Bibel erschöpft, geistlich ausgebrannt im Versuch, immer produktiv für Gott zu sein.
Mir ist bei den Predigtvorbereitungen etwas ganz Interessantes aufgefallen: Ich habe ein paar Bücher für Predigtbeispiele und Predigtillustrationen, die auch nach Bibelfersen sortiert sind oder nach Themen. Und dann habe ich mal nachgeschlagen nach Epheser 5, Vers 16.
Und dabei ist mir aufgefallen: Die meisten Beispiele, die dann angegeben werden, die fordern uns auf, für Zeitmanagement effizient zu leben und Produktivität zu steigern. Und diese Beispiele stammen meistens so aus den 40ern, 50ern, 60er, 70er Jahren.
So, da sind immer so die Quellen angegeben und viele von euch, das ist eure Generation. Ihr seid da aufgewachsen. Ihr habt diesen Bibelfers genau so gelesen: Seid produktiv.
Da war zum Beispiel ein Beispiel, was ich gestern Abend noch gelesen habe, nach der Prey Station.
Und das ist mir aufgefallen, weil Tobias, der gestern die Andacht dort gehalten hat, genau diesen Namen nannte. Friedrich von Bodelschwingh. Er hat ein Beispiel von ihm genommen, das hat auch gut gepasst. Und in meiner Literatur kam er auch vor.
Wer ihn nicht kennt: Er hat eine Anstalt in Bethel gegründet und war dort wirklich ein großartiger Leiter, hat das aufgebaut. Und viele Menschen konnte er dort auffangen.
Und er soll so effizient gewesen sein, dass er zwei Stenografen gleichzeitig zwei unterschiedliche Briefe diktierte und dabei noch ein Telefonatgespräch führte. Also er hat drei Sachen gleichzeitig gemacht.
Und als er mittags, als es auf Mittag zuging und seine Mitarbeiter den Arbeitstag beenden wollten, soll er mal gesagt haben: "Es sind noch zehn Minuten bis zwölf, da kann noch was geschafft werden." Und dann diktierte er in dieser kurzen Zeit drei mehrseitige Briefe an hochgestellte Persönlichkeiten in der Stadt.
Und wenn man das so liest, denkt man erst mal so: Ja, das ist schon sehr beeindruckend.
Aber genau hier liegt auch die Gefahr. Wenn wir solche Geschichten hören, noch dazu direkt unter einem Vers wie "Kauft die Zeit aus", denken wir schnell: Ich muss mehr leisten, mehr schaffen, mehr Zeit irgendwie maximal nutzen, um Gott zu gefallen, um wirklich diesem Vers gerecht zu werden.
Aber – das griechische Wort, das hier für Zeit steht, ist Kairos. Kairos macht den Unterschied.
Die Griechen und auch das Neue Testament kennen zwei Begriffe für Zeit: Einmal Kronos, das ist die Uhrzeit, die messbare lineare Zeit, Sekunde für Sekunde, Tag für Tag. Das ist der Terminkalender, die Stoppuhr, die Minutenzeiger. Das ist die Zeit, die wir uns einteilen, die wir planen, managen oder wo vielleicht uns die Zeit auch managt.
Also Kronos bezeichnet die unaufhaltsame, fortschreitende Zeit, sie tickt. Es ist die Uhr, die läuft. Vielleicht auch die Sanduhr, die einfach runterrieselt.
Deshalb spricht man auch in der Geschichtsschreibung von Chronologien: Eine Abfolge von dem, was sich ereignet hat.
Und dann ist da Kairos. Die ganz andere Zeit.
Kairos ist eigentlich eine göttliche Gestalt in der griechischen Mythologie. Er wird eher als kahlköpfig bezeichnet oder dargestellt – der hier vorne so eine lange Haarsträhne hat.
Und in der Mythologie geht es darum, dass Kairos umherhuscht und man kann ihm dann beim Schopfe packen. Daher kommt auch die Redensart: Eine Gelegenheit beim Schopfpacken übrigens.
Und der Begriff Kairos wird für einen Moment verwendet, in dem etwas geschieht, in dem etwas gerade aktuell passiert, punktuell.
Zum Beispiel der Punkt, an dem ein Samenkorn durchbricht. Der Augenblick, in dem ein Mensch plötzlich offen ist für ein Gespräch. Der Moment, in dem du spürst: Jetzt ist Gott am Werk, hier darf ich mitgehen.
Kairos ist eher ein göttliches Timing, nicht hektisch, nicht gedrängt, sondern vorbereitet.
Nicht tu mehr, sondern sei wach, denn jetzt ist etwas dran. Es geht also nicht darum, mehr Programmen zu machen und die Zeit effektiv zu nutzen, sondern mehr zu sehen: Wo ist Gott gerade am Werk? Wo ist seine Tür offen? Wo ruft er mich hinein?
Es sind die Augenblicke. Es ist nur dieser Augenblick, für den wir wach sein sollen.
Und das passiert nicht immer in der Gemeinde, sondern das passiert bei uns im Alltag, auf dem Spielplatz, am Arbeitsplatz, im Café.
Da, wo wir leben, wo du Licht sein kannst.
Die Zeit auskaufen heißt dann: Nicht den Kalender füllen, sondern mit offenen Augen durch den Alltag gehen. Nicht mehr machen, sondern das Richtige wahrnehmen.
Ich, als ich noch in Ingolstadt Pastor war, da haben wir ja im Gemeindehaus gelebt.
Und da hatten wir einen Balkon, da konnte man immer gut runter sehen und da saß ich mal drauf auf dem Balkon, guck runter. Und da sitzt auf den Gemeindestufen eine junge Frau und die macht einen sehr traurigen Eindruck.
Und jetzt kommt der Kairos: Denn ich hatte den Eindruck: Geh runter, frag sie, wie es ihr geht, bete für sie.
Das sind göttliche Momente. Es ist nicht viel mehr Programm. Das ist nicht irgendwie, dass ich meine Zeit effizient und effektiv nutze, sondern es ist: Was ist gerade dran? Wo möchte Gott mich gerade nutzen?
Das ist der Kairos.
Also es geht nicht um noch mehr Aktivitäten zu machen, auch hier in Gemeinde, sondern einfach sensibel dafür zu sein, wo möchte Gott gerade wirken?
Keine höhere Schlagzahl, nicht einfach effizienter sein, sondern es geht um eine tiefe Wahrnehmung und eine Verbindung mit Gott aufrechtzuhalten.
Und das ist der Unterschied.
Manchmal ist ein ausgekaufter Moment nicht spektakulär. Aber genau da geschieht Reich Gottes. Dieser Kairos-Moment macht den Unterschied.
Denn wir sind nicht gemacht, für einfach mit der Zeit zu gehen. Wir sind nicht gemacht für mehr Unterschied, um Gottes Zeit zu erkennen, seinen Moment wahrzunehmen und dann darin Licht zu sein.
Drei kurze Sätze fassen vielleicht das zusammen, was wir heute mitnehmen sollten:
1. Nicht Werdelicht, sondern ihr seid Licht.
Ihr sollt nicht Licht werden, ihr sollt euch nicht anstrengen. In Jesus Christus seid ihr Licht und er verändert euch. Er schenkt euch die Identität, Licht zu sein. Und das ist der Anfang.
2. Lebt dann auch als Licht.
Nicht irgendwie angepasst, nicht schlafen, nicht irgendwie im Schatten versteckt, sondern sichtbar, unterscheidbar hellwach.
Die Welt braucht Menschen, die echt sind, klar sind, die Orientierung geben.
3. Für mich eigentlich der wichtigste heute: Erkennt den Moment.
Nutzt nicht einfach mehr Zeit, sondern nutzt die richtigen Momente. Achtet darauf, was Gott tut, auf das, was gerade dran ist. Nicht im Getriebensein, sondern im Geleitetsein.
Und dann ist da diese eine Frage, die vielleicht bleibt: Für dich, für mich, für uns alle als Gemeinde.
Wo ruft dich Gott gerade, einen Unterschied zu machen oder dass du ein Unterschied bist?
Nicht später, nicht irgendwann, sondern vielleicht heute schon in seinem Kairos-Moment.
Vielleicht ist es ein Gespräch, das du schon länger auf den Herzen hast. Vielleicht ein Mensch, der auf dein Licht wartet. Vielleicht ein Schritt, der klein scheint, aber genau der richtige ist.
Vielleicht spürst du: Ich möchte das, ich möchte ein Mensch sein, der Gottes Licht weiterträgt, der offen ist für seine Momente mitten im Alltag.
Dann darfst du das in einem einfachen Gebet ausdrücken. Vielleicht hilft dir dieses Gebet, um da ein bisschen reinzukommen.
Ich möchte dieses Gebet sprechen. Und ihr dürft gerne mitsprechen, ist das auf Folie? Nein. Ich werde es vorsprechen, ihr dürft gerne mitsprechen, lasse immer wieder zahlenfrei.
Und nach diesem Gebet können wir noch mal ganz kurz in die Stille gehen.
Und wer mag, darf auch danach anschließend laut beten in einer Gebetsgemeinschaft, die ich dann abschließen werde.
Hier ist das Gebet:
Herr, öffne meine Augen für deinen Moment. Lass mich Licht sein. Nicht aus eigener Kraft, sondern weil du in mir leuchtest.
Zeig mir, wo du mich brauchst heute.
Amen.