Prüfungen haben es in sich, und das weiß jeder, der sich vielleicht gerade noch eben bei den Abitur-Prüfungen vorbereiten musste oder bei anderen Abschlussprüfungen – oder im Studium halt. Man muss Klausuren schreiben und sich vorbereiten, oder vielleicht auch das Ganze als Vater, Mutter, Freundin, Bruder miterleben und mitfiebern, wenn ein geliebter Mensch das durchmachen muss. Also man zittert mit. Vielleicht ist es fast genauso anstrengend wie der Prüfling selber – aber besonders bitter hat es ein Biologie-Student gehabt an einer Universität.
Ein ganzes Semester lang hat er sich auf seine mündliche Prüfung, seine Abschlussprüfung vorbereitet. Schwerpunkt Ornithologie. Wer weiß was das ist? Vogelkunde. Er hat sich reingehängt: er hat gelernt, gelesen und geübt – und dann ist es soweit. Prüfungstag.
Der Student betritt den Raum und traut seinen Augen kaum. Kein Fragebogen, keine Bücher, keine Bilder von Vogelarten. Stattdessen hängen an der Wand 25 Fotos von Vogelfüßen. Die Aufgabe: Er soll sagen, zu welchen Vögeln diese Füße gehören – und er protestiert. „Das ist doch nicht fair! So kann man das doch nicht machen, so kann man die Prüfung nicht bestehen.“
Und der Prüfer bleibt ruhig und sagt: „Doch, das ist Ihre Abschlussprüfung. Also los.“ Der Student schüttelt den Kopf. „Nein, da mache ich nicht mit – ich breche ab.“ „Okay“, sagt der Prüfer, „wie Sie wollen. Dann sind Sie durchgefallen. Wie heißen Sie überhaupt?“ Darauf zieht der Student sich die Schuhe aus und rollt so ein bisschen die Hose hoch. Er guckt provozierend den Professor an und sagt: „Na dann raten Sie mal, wer ich bin.“
Christopher, thank you for starting things on a light note. Christopher, by the way – nice socks! Sehr schön, ich habe auch so a couple here, yeah, yeah, there we go. So I think I need to tell at least a little of that joke, because that joke was great: talking about a student who’s been studying the study of birds all semester long and then came into his final test – and instead of any kind of papers or test materials or anything, there were just 25 pictures of bird feet. He said, okay, the professor said, “That’s your test. What birds are those?” Of course, the student said: „You can’t do that! It’s impossible; there’s no way to do it.“ And he said: „Well, that’s the test.” The student said: „I’m sorry – I can’t do it; it can’t be done.“ He said: „Well, then you failed.“ And he said: „By the way…“ The professor said: „By the way, what’s your name?“ The student said: pulled up his socks, took off his shoes and said: “Guess – you tell me what my name is.” Great joke. Great joke.
But tests can be hard; tests are tough. And when we look even in the book of John, we see that the disciples encountered tests of many kinds. In chapter six, for instance, we have the story of the feeding of the 5,000 – but before this miracle took place, there was the test: as Jesus sits down and looks over this huge crowd that is before him, Philip is next to him, and he says to Philip: „Where can we find bread for this crowd?“ We also see the disciples as they have fear, as Jesus walks on the storm-tossed waters before calming the storm. Each of these tests – as we see the disciples tested through the book of John – each test was a test of faith, pushing the disciples to trust in Jesus, who is greater than any need they could imagine in any storm which might come.
But none of the tests and challenges they face compared to what they will be facing as the days close in on the cross. Our scripture passage today comes from what commentators often call the farewell discourse – the long goodbye – preparing them not just for the test to come, but for the challenges and testing which will accompany them throughout the remainder of their lives.
Wir wollen den Abschnitt einmal lesen: Johannes 14, eine Passage aus der Abschlussrede. So wie Nick eben gesagt hatte: weil die Jünger mussten einige von Herausforderungen annehmen im Laufe ihrer Begleitung – wenn sie Jesus ja ihr Leben begleitet haben und dann kam dieser eine Abschlussrede – und sie mussten ins Auge gucken, Jesus ins Auge gucken, und merken: ey, das ist eine Prüfung, eine Herausforderung, die wir so nicht erwartet haben. Aber Jesus sagt dann zu ihnen: „Liebt ihr mich? So werdet ihr meine Gebote halten – und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Tröster geben, dass er bei euch sein, sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein – ich will euch nicht als Waisen zurücklassen. Ich komme zu euch; es ist noch eine kleine Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr, ihr aber seht mich, denn ich lebe und ihr sollt auch leben.“
Also: Unsere Versage kommt von John 14, Verses 15–19 – die sagt: „Wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten – und ich werde den Vater bitten, und er wird euch einen anderen Tröster geben, dass er bei euch sein, sei in Ewigkeit, den Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr kennt ihn, denn er bleibt bei euch und wird in euch sein – ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen. Ich komme zu euch; es ist noch eine kleine Zeit, dann sieht die Welt mich nicht mehr, aber ihr seht mich, denn ich lebe und ihr sollt auch leben.“
Jesus – und das ist mehr als ein Trostwort, was er den Jüngern gibt – es ist ein tiefes Statement, was er ihnen weitergibt. Es zeigt uns, wie Jesus die Lage seiner Jünger auch einschätzt: wenn er nicht mehr körperlich, physisch bei ihnen ist. Und es zeigt gleichzeitig, was er ihnen verheißen will.
Das Waisenkind ist im damaligen Kontext eine Gestalt des Verlorenseins – ohne Schutz, ohne Halt, ohne Stimme. In einer patriarchalen geprägten Gesellschaft bedeutet es: ohne Vater zu sein – auch ohne Rechte, ohne Rückhalt, einfach ausgeliefert sein.
Genau dieses Bild greift Jesus jetzt auf, um zu sagen: „So soll es euch nicht ergehen; so lasse ich euch nicht zurück.“ Und dann macht er klar, wie er das meint. Er sagt: „Ich komme zu euch zurück – auf eine neue Weise: nicht mehr als Mensch aus Fleisch und Blut, nicht mehr als Rabbi, den man anfassen und mit dem man mitwandern kann und mit dem man reden kann – sondern als der andere Tröster, wie Luther es übersetzt.“
Im griechischen Original „Alos Parakletos“ – ein anderer, der zugleich doch kein Fremder ist: einer der wie ich ist, mein Geist, der Heilige Geist. Jesus spricht davon, dass er den Vater bitten wird, diesen Parakletos zu senden – und das Wort bedeutet wörtlich „der herbeigerufene“, einer der an die Seite tritt, an die Seite treten, ein Beistand, ein Helfer, ein Fürsprecher, ja auch ein Tröster. Aber nicht nur der Tröster.
Es ist nicht nur eine Stimme im Sinne von seelischen Zuspruch – sondern da kommt jemand wirklich in seiner Präsenz zu uns: als Kraft, als der richtige Begleiter, der immer bei uns ist; als jemand, der stärkt, leitet, erinnert und auch durchträgt.
Jesus stellt uns keinen völlig neuen Ansprechpartner davor. Er sagt sinngemäß: „Der Geist ist nicht etwas Neues – der Geist, das bin ich, nur auf eine andere Weise: nicht mehr äußerlich, sondern innerlich; nicht mehr lokal gebunden, sondern ich bin überall und sogar in euch; nicht mehr zeitlich begrenzt, sondern ewig gegenwärtig.“
Es ist dieselbe Beziehung – dieselbe Nähe. Aber es ist eine andere Form.
Thank you, Christopher. You know, you can imagine how the disciples must have felt as this time draws close and Jesus tells them that he will not leave them as orphans, which is probably how they imagine they would feel – and as you pointed out: it’s so wonderful how Jesus points out that he will send the Holy Spirit to them. And that this is not some new thing; this is his Spirit who then walks with them in a totally new way – but it is his Spirit.
It’s not somebody new, it’s not someone that they don’t know – it is his Spirit that walks with them and is always with them forever.
You know: life continues to be full of challenges and tests for those of us who are followers and disciples of Jesus. Some of these tests are the result of living in a broken world where we, like the rest of mankind, face hardship, pain and sorrow. We also face the testing of our faith – not because Jesus wants to see whether or not we will pass the test and obstacles he places in our way – but rather he uses these tests to make clear to us: our dependence upon him and upon those things which are not a part of the world order.
Rather, we cannot do those things as out of our own strength. But he can do all things. He is the source of the strength that we need. He is above all of these things.
And while there is certainly nothing wrong with having insurance or a bit of money in the bank – if that’s what we trust in, we will be disappointed.
Is our faith dependent upon God providing the earthly resources we need or available? Or do we walk in faith that God knows exactly what we need and never abandons us to make it on our own without him?
Sometimes the best thing God can do is to allow a test to cross our path – that is so big, so out of our control, that it will take a miracle for it to be resolved. And in that moment: Is our conviction that God has abandoned us? Or does our faith remind us that the one who walks alongside of us is greater than any test we may face?
No matter the trial – whether those trials which come that are common to man or those which come because we are followers of Christ.
And that means that at times we will face suffering because we are his. The greatest fear we face is not the trial itself, but that we might face those trials alone. And Jesus knows this. He knows the suffering these disciples will face – and he knows the suffering which lies before you and me. And he says to them and to us: „I will not leave you like orphans.“
You have a heavenly father who walks every step with you, who whispers into your ear when the loudest voices in the room are telling you that you will fail. He takes your hand when you walk through the fire. He helps you mount up with wings as eagles – when the only way through is to be lifted above.
God will not prevent the trials – but he never leaves you alone in them. The Spirit of God indwells you and he is with you whatever test comes.
Unsere größte Angst ist oft nicht die Herausforderung selbst, sondern die Frage: Muss ich das auch alleine durchstehen? Und genau da spricht Jesus hinein. Er sagt: „Ich lasse euch nicht alleine. Ich lasse euch nicht als Waisen zurück.“
Gottes Geist ist bei uns mitten in unseren Prüfungen – mitten in unseren Herausforderungen, die wir im Alltag und in unserem Leben haben.
Doch wer ist dieser Geist, den Jesus da verspricht? Er wird hier ja nicht nur als Beistand bezeichnet, sondern auch als „Geist der Wahrheit“. Und das ist mehr als ein schöner Titel, den man da jetzt einfach vergeben – dahinter steckt eine tiefe biblische Idee.
Wahrheit in der Bibel ist nicht einfach das Gegenteil von Lügen oder ein korrekter Fakt – also ein göttlicher Faktencheck mit erhobenen Zeigefinger. Wahrheit meint: das, was trägt; das, was verlässlich ist; was echt ist.
Und im Alten Testament ist Gott selbst die Wahrheit. Man sieht das zum Beispiel, als er Abraham trotz allem an seiner Verheißung festhält – oder wenn er Israel durch die Wüste führt und immer wieder neu auch vergibt.
Auch in dem Psalm wird das besungen: dass Gott gerecht ist; dass seine Zusagen feststehen; dass er nicht lügt und nicht wandelt. Und im Neuen Testament ist Jesus selbst die Wahrheit in Person. Er sagt es selbst: „Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben“ – Johannes 14, Vers 6.
Nicht nur weil er die Dinge richtig sagt – sondern weil er zeigt, wer Gott wirklich ist. Wahrheit hat also immer mit Beziehungen zu tun; mit der Frage: wem traue ich mein Leben an? Wem vertraue ich mein Leben an? Und wem kann ich glauben?
Wenn Jesus also vom Heiligen Geist der Wahrheit spricht, meint er: dieser Geist kommt von Gott – er ist eins mit mir. Er wird das weiterführen, was ich begonnen habe.
Er wird euch in das hineinführen, was wirklich wahr ist – nämlich in das, was mit mir und mit dem Vater zu tun hat.
Der Geist der Wahrheit ist kein neutraler Beobachter; er stellt eine Verbindung her. Er führt hinein in eine lebendige Beziehung – also in das Vertrauen zu Jesus. Und wo diese Beziehung wächst, da entsteht Leben.
So wie Jesus es in Vers 19 auch sagt: „Weil ich lebe, werdet auch ihr leben.“
Der Geist der Wahrheit deckt nichts Neues auf; was Jesus nichts gesagt hätte – aber er bringt es tief in uns, in euch hinein. Er erinnert uns, klärt, erklärt, führt weiter und bringt das ganz nah an uns heran.
Und das Wichtigste: er geht nicht einfach – er bleibt. Nicht wie die Welt, die kommt und geht; die verspricht und dann vergisst.
Der Geist der Wahrheit wohnt bei euch. Das sagt Jesus – das ist seine Verheißung. Und das heißt: Gottes Wahrheit wird kein Besuch mehr – sie zieht ein. Und mit ihr zieht auch Leben in euch ein.
Amen, Amen.
Es gibt einige wirklich wichtigen und profunden Dinge, was du gesagt hast, Christopher. Ich liebe, dass du das gesagt hast – und gesagt hast: „Der Geist der Wahrheit ist nicht nur ein neutraler Observer.“ Er macht eine Verbindung und führt uns in eine lebendige Beziehung durch einen Glauben in Jesus.
Ich liebe das; das ist großartig. Und er sagte, ich habe Angst – dass für mich, ich habe Angst: dass ich in Zeiten von Sehen der Geist als mehr als ein Observer bin – als über die aktive Rolle, die Jesus spielt, die der Geist in unseren Leben spielt.
Und dann hast du gesagt: „Das bedeutet, dass Gottes Wahrheit nicht kommt; sie kommt für einen Besuch. Sie bewegt sich.“
Ich liebe das. Und mit dieser Wahrheit bewegt sich Leben auch. Und ich denke, du hast so gut verstanden, wie wichtig es ist, dass die Wahrheit in der Natur von Gott verbunden ist.
Wir leben in einer Kultur und in einem Welt – in dem das ganze Konzept der Wahrheit in Frage gestellt wird. Und auf der einen Seite haben wir diejenigen, die sagen: „Das ist okay; du hast deine Wahrheit und ich habe meine.“ Aber sie sind nicht bereit, zu sagen: dass es die Wahrheit ist.
Und trotzdem ist das genau das, was Gott uns sagt. Auf der anderen Seite haben wir die Reise der Faktchecker – die, die uns bestehend helfen, eine Welt zu navigieren, in der es solche Fakten und Figuren gibt, die kein Grund für Realität haben; aber wieder und wieder verbreitet sind.
Und all das hat sich zu einem Verrückten von jemandem und dem, der die Wahrheit hat, verbreitet. Also denke ich: Die Frage ist – wie lassen wir dem Heiligen Geist die Freiheit in uns, die Wahrheit in unsere Leben zu sprechen? Und erleben wir wirklich das Leben, das wir haben, das er bringt?
Oder finden wir uns nach der neuesten Konspirasie-Theorie; der neuesten Wahrheit, die durch TikTok oder irgendeine andere wunderschöne Source verbreitet wird?
Das Problem ist: dass alles, was du versuchst – die Wahrheit ist, das dein Leben erfüllt. Und durch das meine ich: dass, wie du gesagt hast, Christopher, der Geist nicht ein neutraler Observer ist.
Es ist auch der Fall, dass, wenn wir die Wahrheit akzeptieren – die echte Wahrheit als unser Leben – es unsere Leben erfüllt und alles gefärbt, was wir sehen; und dann fliegt es aus unserem Leben.
Natürlich: das betrifft die Frage, wie wir diese Wahrheit leben können. Nicht wahr? Ja, da hast du recht, Nick.
Wie leben wir eigentlich die Wahrheit – wenn so viele andere Stimmen um uns herum auf unsere Aufmerksamkeit kämpfen; wenn wir ständig mit neuen Wahrheiten konfrontiert werden: aus den Medien, aus dem Netz, von überall her?
Die Frage trifft uns alle. Lassen wir den heiligen Geist wirklich Raum – damit er uns mit der Wahrheit erfüllen kann? Oder lassen wir uns am Ende doch von anderen Dingen bestimmen; die unser Denken und unser Leben dann auch färben?
Und genau da setzt Jesus an in Vers 15. Wer aufmerksam zugehört hat: Wir sind jetzt am Anfang der Verse – wir haben am Ende begonnen und sind jetzt am Anfang.
Aber da sagt Jesus diesen einen Satz, der dann nicht nur so eine fromme Aufforderung ist; in Wirklichkeit ist es ein richtiges Beziehungsgeschehen, was er da beschreibt. Da heißt es: „Liebt ihr mich? So werdet ihr meine Gebote halten.“
Und vielleicht klingt das im ersten Augenblick für euch als eine Bedingung: Nur, wer gehorcht, liebt wirklich.
Aber wenn wir näher hinschauen – merken wir: Das ist kein Druckvers; sondern ein Beziehungssatz. Jesus spricht hier nicht von Gehorsam, der aus Angst kommt oder aus Pflichtgefühl. Er sagt: „Wenn ihr mich liebt, dann wird etwas in eurem Leben sichtbar werden.“
Dann wird euer Leben eine Spur ziehen – die zu mir passt.
Dann wird eure Liebe Form annehmen. Denn echte Liebe bleibt nie abstrakt; bleibt nie Theorie. Sie sucht immer einen Weg, sich auch auszudrücken.
Aber was meint Jesus mit „meine Gebote“? Er meint damit nicht ein starres Regelwerk oder eine ellenlange Liste religiöser Vorschriften. Wenn wir in das Johannesevangelium schauen – wird ganz klar, was Jesus oder was Jesu Gebot ist.
Er sagt selbst in Johannes 13, Vers 34: „Ein neues Gebot gebe ich euch: Liebt einander, wie ich euch geliebt habe.“ Kurz danach wiederholt er es: „Das ist mein Gebot – das ihr einander liebt.“
Jesu Gebot ist also letztendlich Liebe. „Liebt wie ich“, sagt er. „Liebt einander; liebt konkret.“ Und das ist entscheidend.
Diese Liebe ist nicht aus uns selbst heraus zu stemmen; sie ist kein Selbstverbesserungsprojekt. Sie wächst dort, wo wir in Beziehung mit Jesus leben – wo sein Geist in uns wirkt. Denn genau das ist die Verbindung zu unserem Thema: Der Geist, den Jesus sendet, ist der Geist der Wahrheit und der Geist der Liebe.
Und er führt uns in die Wahrheit Gottes. Und die Wahrheit Gottes ist Liebe. Und darum hängen diese beiden Verse so eng auch miteinander zusammen: „Ich werde euch den Geist der Wahrheit geben – und dann, wenn ihr mich liebt, werdet ihr meine Gebote halten.“
Es ist der Geist, der unsere Liebe zu ihm auch wachsen lässt. Es ist der Geist, der uns erinnert, was Jesus gelehrt hatte.
Und es ist der Geist, der unsere Hände bewegt; unser Herz weich macht; unsere Schritte lenkt.
Jetzt mache ich es spontan: Wir hatten da mit den Kindern doch das mit den Handschuhen. Letztendlich ist es das Gleiche. Wenn der Geist uns erfüllt – dann erfüllt er auch wie diesen Handschuh uns und Liebe zieht in uns ein.
Und sie wird ganz konkret, indem sie sich dann bewegt in unserem Alltagsleben; indem sie was macht.
Darum ist das Halten der Gebote kein Maßstab zur Bewertung unseres Glaubens – sondern Ausdruck einer lebendigen Verbindung mit Jesus, die wir haben. Wo Liebe wächst, wird sie sichtbar: im Hören, im Handeln und im Leben.
So, if you’ve been paying attention, we’ve been working backwards through this passage and we come back to the very beginning. But that’s a good place to end – and to start.
And I think, as Christopher, you pointed out, that there’s always the temptation: any mention of obedience – „obey my commandments“, Jesus says – and especially of obeying these commandments whenever we hear obedience and “obey the commandments” – we immediately wonder if this is some sort of pharisaical law that we have to keep in order to earn our way into the kingdom, but which has very little to do with relationship.
But actually it’s just the opposite. This is love in action; a command to love like Jesus. And you quoted John 13:34: „A new commandment I give to you – that you love one another. Just as I have loved you, you also are to love one another.“
And that hits exactly on what Jesus intended.
Through the transformational work of the Holy Spirit within us – like the glove – we learn to love others well. Ultimately, that’s a question we must ask ourselves: Do we love others well?
If the Spirit is living within us; if we are drawing closer to the one who is himself the truth and live in the confidence that we are not alone, not orphans, but beloved children – then our lives will be known by how well we love those that Jesus loves.
And this is so important. It’s a total package. If we live in this confidence that we are his children; we’re not orphans, left alone to fend for ourselves – but neglect to listen to the voice of the Holy Spirit, the Spirit of truth, and neglect to live the command to love well – we can easily become self-centered and believe that somehow God’s role is to keep us comfortable and happy. Because after all: it’s all about us.
If we focus on the truth and making certain that we have everything right; but neglect the relational aspect of living connected to our Father – then we may be religious, we may even be zealous to obey his commands – but we find ourselves living a form of Christianity which is cold and lifeless and critical of those who don’t do things our way.
It is only as we have all three of these things that we talked about today that we experience the life-giving power of the Spirit: living as his children, guided in the truth daily – and loving those around us well.
Nick hat uns gerade gezeigt, dass geistiges Leben nie ein Einzelding ist. Nicht nur „ich bin Kind Gottes“, nicht nur „ich habe die Wahrheit“; und auch nicht nur „ich liebe ein bisschen“. Sondern alles gehört zusammen: Identität, Wahrheit, Liebe.
Und der Geist – der Geist verbindet alles. Und genau damit möchten wir euch jetzt in die neue Woche auch schicken.
Vielleicht erinnerst du dich noch an den Vogelwitz vom Anfang: Manchmal stehen wir da mitten in einer Lebenssituation und denken: „Was soll das hier? Wie soll ich das bestehen? Das war doch nicht die Prüfung, auf die ich mich vorbereitet habe.“
Und vielleicht wünschen wir uns in solchen Momenten auch, dass Gott sagt: „Hey – es ist okay. Du darfst abbrechen; das war unfair von mir.“
Jesus sagt etwas anderes. Er sagt: „Du bist bei den Herausforderungen des Lebens nicht auf dich allein gestellt. Ich bin bei dir. Ich lasse dich nicht allein, ich lasse dich nicht als Waise zurück. Mein Geist ist bei dir und ist in dir. Er wird dich erinnern; er wird dir zeigen, was wirklich trägt – und er wird dir helfen zu lieben, auch da, wo es dir schwerfällt.“
Also: Du musst nicht alles wissen. Du musst nicht jede Antwort haben. Du musst nicht jede Vogelart kennen. Aber du darfst wissen: du bist geliebt; du bist nicht allein – und der Geist Gottes geht mit dir in diese Woche, in dieser Welt, in deinem Leben.
Amen.
Und um das alles auszuwählen, wie Christopher gesagt hat, senden wir dich diese Woche mit diesen Gedanken und wissen: dass du nicht alles wissen musst. Du musst nicht jede Antwort haben; du musst nicht jede Vogelart kennen – und du darfst wissen: du bist geliebt; du bist nicht allein – und der Geist Gottes geht mit dir in diese Woche, in dieser Woche, in dieses und in deinem Leben.
Amen.