Ich begrüße euch ganz herzlich in Jesu Namen jetzt zur Predigt. Wir sind heute am Schluss der Predigtreihe "Durch die Wüste". Mose, Aaron und das Volk haben es durch die Wüste geschafft oder sie sind am Rand der Wüste und sie stehen erstmalig am Rand des von Gott verheißenen Landes. Und was sie dort erleben, das ist sehr lehrreich für unser Leben, denn Gott ist ja immer noch einer geblieben, der individuell oder auch in der Gemeinde Verheißungen gibt, Berufungen gibt oder Ziele schenkt. So was wie ein verheißenes Land persönlich oder für eine Gemeinde. Darum eine Frage: Gibt es so etwas wie dein verheißenes Land? Gibt es etwas wie ein verheißenes Land in deinem Leben, was ein Herzensanliegen ist oder Ziele Gottes, die dich antreiben? Also gibt es zum Beispiel eine Berufung in deinem Leben, wo du sagst: Ja, die hat sich erfüllt oder die sehe ich, aber die ist noch nicht Realität geworden. Oder gibt es ein brennendes Anliegen, was Gott dir ins Herz gelegt hat und was dich ja antreibt und motiviert? Oder hast du vielleicht eine tiefe Liebe zu einem bestimmten Milieu, bestimmten Gruppen von Menschen? Oder vielleicht sehnst du dich nach bestimmten Gaben, Geistesgaben oder nach mehr Vollmacht im Gebet? Oder vielleicht auch nach einem tieferen Verständnis von Gottes Wort oder nach Aufbruch, Bekehrung, Erweckung in der Gemeinde? Oder sind solche Anliegen und Herzenssehnsüchte von Gott geschenkt, sind die so im Alltagstrott einfach nur noch gut handwarm geworden? Also selbst wenn es so ist: Gott definitiv bleibt ein Gott, der brennt für seine Berufungen und für seine Ziele und für seine Verheißungen. Daher gilt immer für verheißenes Land folgendes: Gott will, dass wir sein verheißenes Land im Detail erkunden.
Dazu der Anfang unseres Textes:
„Der Herr sprach: Sendet Männer aus, das Land zu erkunden. Moses sagte: Zieht hinauf in Südland und auf das Gebirge, seht euch das Land an, wie es ist und das Volk, ob es stark oder schwach, wenig oder viel ist. Was es für ein Land ist, gut oder schlecht. Was es für Städte sind, ob sie in Zeltdörfern oder festen Städten wohnen, wie der Boden ist, fett oder mager, ob Bäume da sind oder nicht. Seid mutig und bringt mit von den Früchten des Landes.“
Zweifelsohne war es so: Gott kannte ja sein verheißenes Land. Also er brauchte keine Erkundung dieses Landes. Aber wir brauchen das, wenn wir eine Verheißung sehen, eine Berufung; dann ist es notwendig, dass wir uns damit innerlich vertraut machen mit dem, was Gott uns sozusagen geschenkt und aufs Herz gelegt hat.
Nehmen wir mal an: Jemand von euch hat einen Dienst an Kindern, Teenies, Jugendlichen aus einem bestimmten Milieu oder vielleicht Kulturkreis auf dem Herzen. Dann ist es gut, dafür zu beten. Dann ist es gut, Gottes Wort dazu zu studieren. Aber es ist genauso gut und geistlich notwendig, dieses Milieu, was Gott euch aufs Herz gelegt hat, intensiv zu erkunden, kennenzulernen, sich Fachwissen anzueignen oder sich auch von vergleichbaren Diensten und Arbeiten inspirieren zu lassen auf dem Weg zu einer eigenen Berufung und einem eigenen Dienst.
Also: Gott sagt nicht „so was fällt einfach vom Himmel“, sondern es beginnt oft mit einem detaillierten Gucken, um was geht es denn da eigentlich, was Gott mir aufs Herz gelegt hat. So wenn wir uns auf so eine Erkundung begeben, dann braucht diese Erkundung Mut, Zeit, Anschauung und Austausch.
Weiter im Text:
Sie erkundeten das Land von der Wüste Zinn bis Rehab, zogen an der Südseite hinauf und kamen bis Hebron. Dort waren die Söhne Enax. Sie kamen bis ins Tal Eschkol. Dort schnitten sie eine Weinranke mit einer Traube ab und trugen sie zu zweit an einer Stange, auch Granatäpfel und Feigen.
Nach 40 Tagen kehrten sie von der Erkundung zurück, kamen zu Mose, Aaron und der ganzen Gemeinde, erstatteten ihnen Bericht und zeigten die Frucht des Landes. Die Kundschafter waren nicht alleine unterwegs, jeder für sich irgendwo anders, sondern sie waren gemeinsam unterwegs.
Wenn du also ein Herzensanliegen von Gott in dir hast oder eine Berufung oder etwas, was dich besonders umtreibt: Dann bitte Gott, dass er dir ein oder zwei sozusagen Mitkundschafter schenkt, die mit dir zusammen erkunden, um was geht es da eigentlich, was Gott dir aufs Herz gelegt hat.
Es ist immer so: Wenn wir persönlich oder als Gemeinde sozusagen neues Land von Gott verheißenes Land betreten, dann erfordert das Mut. Es erfordert Zeit – ja die waren 40 Tage unterwegs – und es braucht auch so was wie Anschauungsunterricht, also nicht die Theorie alleine, sondern man muss das auch irgendwie greifen, schmecken, sehen, erleben.
Viele Christen in deutschen Gemeinden, ich hoffe auch hier bei uns, sehnen sich zum Beispiel nach Erneuerung und nach Erweckung unserer Gemeinden. Und es ist sehr gut dafür zu beten; es ist sehr gut Gottes Wort dazu zu studieren – aber genauso hilfreich ist es, sich anzuschauen und zu schmecken: Was machen denn Gemeinden, die blühen oder wachsen oder gut motiviert und fröhlich miteinander auf dem Weg sind? Was machen die denn, damit das so ist?
Es ist genauso hilfreich und aus der Anschauung zu lernen – zum Beispiel die Enaxöhne hier: Das sind ja die Riesen, die nachkommenden Riesen wird in diesem Text geschrieben.
Wenn wir auf so einem Weg der Erneuerung sind oder auch etwas verheißenes einer Berufung, dann wird es immer auch Dinge geben, die sind uns nicht so ganz vertraut oder die machen uns vielleicht sogar Angst – oder wir haben keine Ahnung, wie man mit diesem Teil der Berufung umgehen soll. Aber auch damit sozusagen müssen wir uns auseinandersetzen, damit Berufung werden kann oder auch Wachstum und Erneuerung.
Die Leute hier haben sich 40 Tage für eine Erkundung Zeit genommen. Es ist eine lange Zeit – die waren vermutlich zu Fuß unterwegs, lange Fußwege, eine Menge Schweiß – und danach gab es dann noch die Zeit der Berichterstattung vor Mose, Aaron und auch vor dem Volk.
Wie ist es bei uns? Wie hartnäckig sind wir auf solchen Erkundungsreisen?
Wir haben zum Beispiel eine Gemeindeberatung gemacht: Alles zusammen – ich weiß nicht, sechs Tage, sechs Samstag oder vielleicht sogar weniger. Also eigentlich eine kurze Zeit. Und jetzt, wenn wir so eine kurze Zeit der Erkundung hatten, was machen wir dann? Sagen wir dann: Das war jetzt schon ganz schön anstrengend und war nicht so, wie ich es mir eigentlich erwartet hatte – und ist eigentlich so gar nicht mein Geschmack gewesen?
Ich glaube, so funktioniert das nicht. Immer, wenn wir versuchen, neues Land zu erkunden, Verheißungen zu erinnern: Dann braucht es Zeit und dann kostet das Anstrengung – und dann ist es nicht immer gleich mit Ergebnissen gesegnet und hat nicht immer gleich die Ergebnisse, die wir uns wünschen. Denn Gottes verheißenes Land ist kein Niemandsland; es ist immer schon ein besetztes Land.
In unserem Text: Wir sind in das Land gekommen, wohin du uns gesandt hast. Es fließt von Milch und Honig über – und das ist seine Frucht. Allerdings ist das Volk stark, das dort wohnt. Die Städte sind befestigt und sehr groß; auch die Söhne Enax, die Riesen nachkommen, haben wir dort gesehen. Amalek wohnt im Süden; die Hebtiter, Jebusiter und Amoriter wohnen auf dem Gebirge; die Kanaaniter wohnen am Meer und am Ufer des Jordans.
Caleb aber beschwichtigte das Volk, das gegen Mose murte. Also: Gottes Land ist tatsächlich voll Überfluss – auch das geistliche Land, ja, geistliche Milch, der Honig von Gottes Wort, verlockende Frucht, die Gott verspricht. Aber wenn wir neues verheißenes Land von Gott betreten, dann ist es eben immer auch schon besetzt.
Und geistlich gesehen: Das starke Volk, das dann dort wohnt, heißt vielleicht Gewohnheit, Tradition oder Religiosität. Die befestigten Städte sind stolz, unvergebener Groll, Verletzungen; die Innerkrisen sind vielleicht der Zeitgeist oder die Überforderung durch das Gefühl: zu viel an To-do's und Anforderungen – oder vielleicht sind solche Riesen auch manchmal die eigene Bequemlichkeit, die eigene Ratlosigkeit oder die eigene Resignation.
Und da ist entscheidend: Worauf richten wir unseren Blick? Ja, was schauen wir an; worauf richten wir unseren Fokus?
Der Fokus auf uns und die Riesen korrumpiert unsere Wahrnehmung. Wenn wir auf uns schauen – die Riesen, all das Schwierige – dann verdreht das, verfälscht das, negativiert das unsere Wahrnehmung.
So auch hier:
Die Männer, die mit Caleb gezogen waren, sagten: Wir können nicht gegen das Volk hinaufziehen. Es ist stärker als wir. Sie brachten unter Israel ein böses Gerücht auf. Das Land, das wir durchzogen haben, frisst seine Bewohner. Alle Leute, die wir sahen, sind hochgewachsene Männer. Auch Riesen haben wir dort gesehen: Enaxöhne aus dem Riesengeschlecht. Wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken – und so waren wir auch in ihren Augen.
Egal, ob euch Gott ein Herzensanliegen geschenkt hat, eine Berufung oder eine Sehnsucht in Bezug auf Gemeinde: Überall wird es Hindernisse geben. Und schnell taucht das Gefühl auf: Das kann ich nicht; das können wir nicht. Die Widerstände sind einfach zu stark.
Aber je mehr wir auf die Hindernisse, das vermeintliche Nichtkönnen, die Riesen, die Widerstände schauen – desto mehr verdreht sich unsere Wahrnehmung, verfälscht sich sogar vollkommen wie in diesem Fall. Alles, was die mit Gott erlebt hatten, schwindet aus ihrem Blick. Alle Zeichen, alle Wunder.
Und das verheißene Land wird plötzlich zu einem gefährlichen, zu einem bedrohlichen Land: Das frisst. Und wir schrumpfen von berufenen Kindern und Erben Gottes zu unbedeutenden, hilflosen, kleinen Insekten im Angesicht der Riesen.
Was macht der Fokus auf uns noch? Der Fokus auf uns selbst entmutigt; belügt und hält uns in vergangenen Gefängnissen.
Da empörte sich die ganze Gemeinde, schrie und weinte in jener Nacht. Alle Israeliten murmerten über Mose und Aaron und sagten: Wären wir doch in Ägypten oder der Wüste gestorben! Was führt uns der Herr ins Land, damit wir durch Schwert fallen und unsere Frauen und Kinder ein Raub werden? Ist es nicht besser, wir ziehen wieder nach Ägypten. Und sie sagten zueinander: Wir wollen einen neuen Anführer wählen und nach Ägypten zurückkehren.
Wenn wir Gottes Wesen, seinen Willen, seine Möglichkeiten sozusagen aus dem Blick rücken – aus dem Blick verlieren – und stattdessen auf die Riesen, die Hindernisse, unser Unvermögen schauen: Dann entsteht wie hier ein seltsamer Kreislauf der Entmutigung, der eben nicht bei den Einzelnen bleibt, sondern hier eine ganze Gruppe von Menschen, ein ganzes Volk erfasst.
Zwölf Kundschafter hatte Mose ausgeschickt – und zwar nicht weil seine Idee war, sondern weil Gott sagte: Schick Leute aus. Und zehn von ihnen sagten: Das verheißene Land ist nicht eroberbar; die Bewohner sind nicht überwindbar. Das verheißene Land ist sogar gefährlich; es wird uns und unsere Ressourcen auffressen.
Und das passiert geistlich immer so ähnlich, wenn wir unseren Fokus auf unseren Mangel richten – den Mangel an Glauben, an Erkenntnis, an Zeit, an Ressourcen, an Fähigkeiten, an Geld, an Kraft oder an Manpower. Dann entsteht auch heute noch ganz gerne so ein Kreislauf der Entmutigung und des Klagens und der Hoffnungslosigkeit.
Und unser Gottesbild kippt wie bei den Israeliten hier komplett in die Unwahrheit, ins Negative. Und die Vergangenheit wird auf einmal golden: Wie schön sie war; wie gut es doch in der Sklaverei in Ägypten war – und dort zurück.
Und so ist es bei uns auch oft, wenn wir in Prozessen der Erneuerung sind – und die sind mal mühsam, und es gibt mal Reibereien und es läuft mal nicht so wie wir uns das denken. Oder wenn wir mit einer Berufung unterwegs sind und der Weg dorthin holpert: Dann kommen wir leicht an den Punkt, dass wir plötzlich sagen: Ach, wie gut war doch alles vorher und früher – als ich dieses Herzensanliegen noch nicht hatte oder diese Sehnsucht.
So endet die Geschichte sehr bitte. Der Fokus auf uns kann uns Gottes verheißenes Land kosten.
Da heißt es: Ich habe das mal sehr verdampft, ich empfehle euch mal 4.Mose 14 zu lesen:
„Alle Männer, die meine Herrlichkeit und Zeichen gesehen haben, mich zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben – alle ab 20, die ihr gegen mich gemurrt habt: Keiner von euch soll in das Land kommen, außer Caleb und Joshua. 40 Jahre sollt ihr eure Schuld tragen, damit ihr erkennt, was es bedeutet, wenn ich mich abwende.“
Da trauerte das Volk sehr und sprach: Hier sind wir und wollen in das Land ziehen.
Mose sprach: Zieht nicht hinauf; denn der Herr ist nicht mit euch.
Das ist sozusagen der drastische Schluss auf die Quintessenz komprimiert:
Als die zwei Kundschafter, Josa und Caleb, das Volk ermutigten – und sie sagten: Da ist Milch und Honig – sie betonen Gottes Gnade; sie betonen Gottes Gegenwart; sie ermutigen sie zur Furchtlosigkeit. Da sagt das Volk: Steinigt die beiden Ermutiger.
Und an diesem Punkt hat Gott die Nase voll. Er erscheint in seiner Herrlichkeit und sagt Mose jetzt mal mit meinen Worten:
„Die wollen nicht an mich glauben, trotz allem, was ich getan habe. Ich mach das ganze Volk platt und fang mit dir ein neues Volk an.“
Und dann muss Mose lange mit Gott verhandeln – und versucht ihn geschickt zu überzeugen.
Was macht denn das für eine Außenwirkung? Was werden all die Völker sagen nach dem Motto: Du hast nicht genug Power gehabt, um die dorthin zu bringen?
Erinnert ihnen an seine Gnade und Barmherzigkeit. Und dann sagt Gott:
„Okay – ich vergebe dem Volk; aber er schiebt seine Verheißung 40 Jahre in die Zukunft.“
Alle ab 20 werden dieses Land nicht sehen, sondern werden 40 Jahre Wüste erleben.
Und die zehn Kundschafter – sozusagen die superentmutigen – es heißt von ihnen: Die das Volk zum Murren verleitet hatten, indem sie ein böses Gerücht über das verheißene Land aufbrachen. Die müssen im Anschluss gleich sterben.
Nur Joshua und Caleb; ihnen wird die Verheißung gegeben:
„Ihr werdet dieses Land sehen.“
So – und dann tut es dem Volk leid, und dann wollen sie sich auf den Weg machen – und dann werden sie vernichtend geschlagen, weil Gott sozusagen seine Tür an diesem Punkt geschlossen hat.
Ich weiß nicht, wie man das vernünftig sagen kann, ohne Angst damit zu machen. Das ist glaube ich nicht der Sinn von Gottes Wort; aber es ist so: Auch Gott kann Chancen beenden. Er kann sagen:
„Ihr habt lange Zeiten gehabt – ihr seid nicht in Dinge reingetreten, die ich euch gegöffnet habe. Ich suche mir jemand anderen, der das tut.“
Und ich glaube, das wollen wir doch alle nicht.
Wir wollen Friede für uns persönlich; noch mehr: Wir wollen es für eine Gemeinde.
Darum lasst uns offene Herzen und Augen haben für das, was Gott zu uns spricht – und was er uns an Berufung schenkt.
Drum zum Schluss auf die beiden Ermutiger, Joshua und Caleb:
Verheißenes Land wird nur im stetigen Blick auf Gott erobert. Da heißt es von den beiden, Joshua und Caleb, die das Land auch erkundet hatten: Zerrissen ihre Kleider. Das Land, das wir erkundet haben, ist sehr, sehr gut.
Wenn der Herr uns gnädig ist, wird er uns in dieses Land darin Milch und Honig fließen bringen – und es uns geben.
Nur lehnt euch nicht gegen den Herren auf. Fürchtet das Volk des Landes nicht; denn unser Brot werden sie sein.
Andere übersetzen: Denn wir werden sie fressen wie Brot.
Ihr Schutz ist von ihnen gewichen, und der Herr ist mit uns.
Joshua und Caleb – die zwei, die hatten dasselbe Land erkundet, dieselben befestigten Städte. Sie haben die gleichen hochgewachsenen Leute gesehen; sie haben auch die Nachkommen der Riesen gesehen. Aber sie haben eben auch Milch und Honig erkannt – und diese Riesentraube.
Und vor allem: Was machen sie in diesem Text? Sie sagen immer wieder:
„Der Herr, der Herr, der Herr.“
Also sie sagen: Der Herr ist uns gnädig; der Herr ist mit uns. Lehnt euch nicht gegen den Herren auf.
Und so kommen die zwei mit diesem Blick auf Gott zu einer komplett anderen Einschätzung. Sie sagen: Der Herr wird uns gnädig geben. Fürchtet die Leute dieses Landes nicht. Das Land hat keinen Schutz mehr; jeder Schutz ist von ihnen gewichen – denn der Herr ist mit uns.
Und das gilt für alles, was wir an Verheißungen von Gott empfangen, an Zusagen, an Berufungen, an Herzensanliegen: Das Entscheidende ist, dass wir das, was wir gehört und empfangen haben oder bewegt hat – immer im Blick auf Gott zuerst bewegen – und dann so klug, wie das hier passiert ist (wenigstens von zweien), vorgehen.
Also wenn ihr Verheißenes Land einnehmen wollt – oder wir Verheißenes Land einnehmen wollen: Dann lässt sich aus dieser Geschichte lernen:
Gott will, dass wir jede Form von verheißenem Land im Detail erkunden. Kluge, geistliche Erkundung ist eben geistlich und es ist nicht weniger geistlich als beten oder auf Gottes Wort hören.
So eine Erkundung braucht Mut, Zeit, Anschauung, Austausch miteinander. Verheißenes Land ist nie ein Ponyhof; es ist kein Niemandsland – sondern es ist immer schon ein Land: Da wohnt schon jemand und der will da nicht weg.
Der Fokus – wenn wir den von Gott auf uns nehmen – dann korrumpiert das unsere Wahrnehmung, es entmutigt uns, es hält uns gefangen. Und es kostet uns – wenn es ganz schlecht geht – sogar das verheißene Land.
Aber mit dem stetigen Blick auf Gott lässt sich dieses Land eben auch gewinnen.
Amen.