
Wir reden oft davon, dass Gott im Alltag wirkt. Aber so richtig greifbar wird es erst, wenn wir uns erzählen, was wir selbst erlebt haben. Das können fröhliche Geschichten sein, dankbare Momente – oder eben auch Situationen, in denen wir mit Gott ringen und trotzdem an ihm dranbleiben. All das gehört zu unserem Glauben.
von Sigrid W. und Helga J.
Wir haben in unserem Leben schon tausende Mal eine Datei abgespeichert. Am Freitag, 26.09.25 sollte es aber einfach nicht klappen. Bei „Speichern“ oder „Speichern unter“ kam immer die Fehlermeldung, dass dies nicht möglich sei. So probierten wir auf allen für uns erdenklichen Wegen eine halbe Stunde lang irgendwie die Daten zu retten. Es bestand nun die akute Gefahr, dass 5 Stunden Arbeit am neuen Adressenverzeichnis umsonst gewesen sein sollte. Als uns gar nichts mehr einfiel, blieb uns noch das Gebet. „Herr, wir bitten dich, dass die Datei gespeichert werden kann. Wir wissen auch, dass es geschehen kann, aber nicht muss. Wir wünschen es uns und dir zur Ehre soll es gelingen.“ Wir wagten es erneut und auf einmal klappte es. Als wir es aus Neugier noch einmal versuchten, funktionierte es nicht mehr und es erschien die uns bekannte Fehlermeldung. Es zeigte sich, wie außergewöhnlich es war, dass wir die Datei speichern konnten. Danke Gott!
von Helen E.
Mit 17 Jahren flog ich ganz alleine in die USA, um dort ein Auslandsjahr in Virigina zu verbringen. Dort angekommen, wurden alle Austauschschüler/-innen von ihren schon auf sie wartenden Gastfamilien herzlich empfangen. Auf mich wartete eine Dame von der Organisation des Austauschprogramms. Sie sagte mir, dass für mich noch keine Gastfamilie gefunden worden wäre. Ich wurde vorübergehend in einer anderen Familie untergebracht. Tage vergingen, Wochen vergingen des ungewissen Wartens. Würde keine Familie gefunden werden in absehbarer Zeit, würde der Rückflug nach Deutschland von der Organisation gebucht werden und das Abenteuer USA würde enden, bevor es überhaupt angefangen hatte. Ich fühlte mich in dieser Situation sehr einsam und war sehr traurig. Meine Gastmutter und mein Gastvater, bei denen ich nur vorübergehend bleiben konnte, da sie schon ein brasilianisches Mädchen aufgenommen und keinen weiteren Platz mehr hatten, beteten eines Nachmittags für mich. Keine 10 Minuten später klingelte das Telefon. Die Dame der Organisation überbrachte die glücklich Nachricht:“ Eine Familie möchte Helen unbedingt kennenlernen und aufnehmen.“