Missionsärzte John sprachen vor einem heimischen Publikum in Wiesbaden
Es ist der 11. Februar 2004. Klaus und Martina John stellen in einem vollen Saal der Christuskirche zu Wiesbaden ihren Traum vor. Sie beabsichtigen hoch oben in den Anden Perus ein modernes Missionsspital zu bauen. Natürlich mit Gottes Hilfe und der Mitarbeit einiger Freunde. Als die benötigten Millionenbeträge auf der Leinwand erscheinen, wiegen viele mit ihren Köpfen zweifelnd hin und her. Alle wissen, dass auf den sechs abgeernteten Anisfeldern vor den Toren des Dorfes Curahuasi außer Gestrüpp und Steinen nichts zu sehen ist. Rein gar nichts. Gähnende Leere. Das gleiche Bild zeigt sich übrigens auch auf den Konten des Vereins. Pastor Harald Kufner ergreift am Ende der Veranstaltung das Wort und behauptet, Gott könne ja alles irgendwie und auf seine Weise bewerkstelligen.
15. Juni 2026. In der alten Christuskirche, die mittlerweile Kirche über dem Wellritztal heißt, geben die Missionsärzte John gewissermaßen nach 22 Jahren einen Rechenschaftsbericht. Das Krankenhaus steht und hat über 630.000 Patientenbesuche registriert. Die Klinik wurde keine kleine Klitsche, sondern eines der modernsten Missionsspitäler weltweit. Ausgestattet mit MRT, CT, sechs Operationssälen und Intensivbetten. Doch damit nicht genug. Eine State-of-the Art-Schule mit 567 Schülern sieht besser aus, als das Gymnasium in Wiesbaden, das die Johns in ihrer Kinder- und Jugendzeit besuchten. Ein Radiokanal sendet 24 Stunden die Botschaft des Glaubens in fünf Bundesstaaten im Süden. Und die Jugendfestivals unter dem Dach von Diospi Suyana generieren Jahr für Jahr in den sozialen Netzwerken mehrere Millionen Aufrufe.

Das Wunder in Peru
Dr. Victor und Dr. Birgit von Bonin haben den Abend organisiert und kräftig eingeladen. Er ist promovierter Physiker und seine Frau machte ihren Doktor in der Biologie. Die Geschichte von Diospi Suyana kreuzte vor gut 11 Jahren ihr Leben zum ersten Mal. Auf der Suche nach Wahrheit und Sinn empfingen sie damals einen starken Impuls nicht locker zu lassen. Heute sind beide überzeugte und getaufte Christen. In seinem Buch „Wer und wozu bin ich?“ erwähnt der Naturwissenschaftler jene denktwürdige Begegnung mit dem Missionsarzt im Jahr 2015.
Der Vortrag von Dr. Klaus John und das Interview mit seiner Frau Martina gehen unter die Haut. Das Publikum spiegelt irgendwie die deutsche Gesellschaft wieder. Hier sitzen Christen und Nichtchristen, Katholiken und Protestanten auf den Stühlen. Fromme und Skeptiker einträchtig beieinander. Und sie fragen sich, wie man dieses „Wunder“ in Peru rational erklären könnte.

Wir vertrauen auf Gott
Harte Arbeit spielte eine Rolle, aber sie war nicht die Überholspur zum Erfolg. Kontakte zu Freunden und Entscheidungsträgern schufen ein Netzwerk, das aber auf übernatürliche Weise geknüpft wurde. Es war tatsächlich der Gott aus alter Zeit, den die meisten in Europa gar nicht mehr auf ihrer Rechnung haben, der es vollbrachte. Und über 130 TV-Beiträge zum Thema „Diospi Suyana“ (Wir vertrauen auf Gott) haben dieses Missionswerk mit dem Glauben an den Allermächtigen assoziiert. Die meisten dieser Fernsehberichte wurden interessanterweise von säkularen Teams vorbereitet. Sie erreichten ein Multimillionenpublikum auf fünf Kontinenten.
„Der Segen und die Güte Gottes haben uns immer begleitet und geführt!“ Die Missionsärzte geben zu Protokoll, dass Er es war, der als Initiator, Ideengeber und Autor genannt werden muss und nicht sie. Und unweigerlich kommt ein Lied in den Sinn, das ein Liedermacher vor 3.000 Jahren der Menschheit schenkte: „Der Herr ist mein Hirte!“ Daniela May hat es in eine moderne Form gegossen und ihre Komposition geht ins Ohr: "Immerdar"



