Predigt · EFG Wiesbaden

Gottesdienst

Christopher Nork
Prediger
Christopher Nork
Datum
29. März 2026
Bibelstelle
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Transkript

Wenn wir uns in die Zeit von damals zurückversetzen, dann platzt Jerusalem gerade aus allen Nähten. Das Passafest steht vor der Tür. Hunderttausende Pilger drängen sich durch die engen Gassen. Und es ist heiß, es ist laut und in der Luft eine extrem gespannte oder angespannte Stimmung. Denn die römische Besatzungsmacht ist ziemlich nervös, weil bei solchen Festen immer Aufstände drohen. Und Markus, unser Evangelist für heute, wo wir den Text nehmen, blendet ganz am Anfang unseres heutigen Textes in ein abgedunkeltes Hinterzimmer. Markus, Kapitel 14. Die ersten beiden Verse. Dort sitzen die Theologen, die religiöse Elite, der hohe Priester. Und sie rechnen und sie kalkulieren. Sie suchen nach einem Weg, wie sie diesen Jesus von Nazareth heimlich festnehmen und dann auch beseitigen können. Nur nicht am Fest, sagen sie. Nur nicht am Fest, sonst gibt es einen Aufstand im Volk. Das. Was da im Hintergrund passiert, ist reines Risikomanagement. Eiskalter Machterhalt. Es riecht in diesem Hinterzimmer förmlich nach kalter Berechnung. Zehenschnitt.

Ortswechsel. Wir gehen knapp zwei Kilometer aus der lauten Stadt heraus in das kleine Dorf Bethanien. Rein in das Haus von einem Mann, der Simon der Aussätzige. Es WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW WW Nun betritt eine Frau den Raum. Sie ist nicht eingeladen. Sie hat kein einziges Wort gesagt. Sie tritt einfach an Jesus heran und in ihren Händen hält sie ein kleines Gefäß aus Alabaster. Und darin ist reines, ungestrecktes Nadelöl. Ein absolutes Luxusgut. Sie öffnet diese Flasche nicht einfach vorsichtig. Sie zerbricht den Hals des Gefäßes und gießt das gesamte kostbare Öl über den Kopf von Jesus aus. Mit einem einzigen Schlag ist der ganze Raum von diesem intensiven, schweren Duft erfüllt.

Und was jetzt passiert? Das ist faszinierend. Man würde vielleicht erwarten, dass die Leute im Raum ehrfürchtig vielleicht schweigen. Dass sie berührt sind von dieser Geste. Aber genau das Gegenteil passiert. Die Stimmung am Tisch kippt komplett. Die Jünger, im Johannes-Evangelium lesen wir, dass Judas der Wortführer war, flippte förmlich aus. Sie schnappten nach Luft und der Taschenrechner in ihren Köpfen fängt an, sofort zu rattern. Was soll diese Verschwörung? Verwendung, rufen sie. Das hätte man für 300 Denare verkaufen können. 300 Denare. Macht euch das mal bewusst. 300 Denare, das war damals der Lohn für ein ganzes Jahr harte Arbeit. Ein komplettes Jahresgehalt. Und jetzt überlegt mal, was ihr in einem Jahr verdient. So. Habt ihr im Kopf? Die Steuer steht ja langsam an. So, ne? Dann müsst ihr ja auch wieder das Intus haben. Also, das auf einem Schlag, innerhalb von wenigen Sekunden, alles weg. Und dieses Öl fließt dann über die Haare, über den Bart von Jesus auf den staubigen Boden.

Die Jünger. Man hätte es verkaufen können. Und das Geld den Armen geben können. Und sie fahren die Frau scharf an. Sie schimpfen mit ihr. Und ganz ehrlich, wenn wir unsere theologische Brille mal ganz abnehmen, müssen wir zugeben, so ein ganzes Jahresgehalt auf einmal so wegzugeben, das ist nicht logisch. Die Jünger haben doch irgendwie recht. Sie argumentieren da. Eigentlich ganz rational. Was sie da einfordern, ist grundsolide und vielleicht sogar evangelikale Diakonie. Jesus selbst hat doch immer gesagt, dass man sich um die Armen kümmern soll. Die Jünger haben einen inneren Buchhalter. Und die Excel-Tabelle dieses Buchhalters ergibt die Aktion dieser Frau, ergibt null Sinn. Sie ist ineffizient. Sie nützt niemandem. Es ist einfach nur maßlos.

Und da, genau an diesem Tisch in Bethanien, holt uns dieser Text an unserem heutigen Palmsonntag extrem schnell ein. Wir rechnen, oder vielleicht kennen wir diesen inneren Buchhalter, der immer rechnet. Gerade wir, die wir vielleicht schon Jahrzehnte in der Gemeinde sitzen und mit Jesus unterhalten, die schon lange da sind. Wir haben tief verinnerlicht, dass unser Glaube auch irgendwie nützlich sein muss. Es muss irgendwie messbar sein. Wir messen unseren Glauben in geleisteten Stunden, vielleicht in der Gemeinde, in Spendenbeiträgen, in guten Taten, die wir gemacht haben, oder auch in den richtigen Erkenntnissen, die wir haben. Alles muss irgendwie einen Zweck haben. Alles muss ordentlich, vernünftig. Und auch erklärbar sein.

Aber wo bleibt da eigentlich die Unvernunft? Wann hast du das letzte Mal in deinem Glauben etwas getan, das absolut keinen Zweck hatte, außer Jesus zu zeigen, ich liebe dich? Wann war dein Glaube das letzte Mal keine reine Pflichterfüllung, sondern pure, unkalkulierte Verschwendung?

Und dieses ist das, was wir in der Gemeinde sehen. Und das ist das, was wir in der Gemeinde sehen. Und das ist das, was wir in der Gemeinde sehen.

Und in diesem Raum in Britannien beißen sich gerade zwei Werte. Der Gestank, der Berechnung des Pragmatismus und das moralische Richtige auf der einen Seite. Und auf der anderen Seite diese pure, verschwenderische Liebe.

Und jetzt gleich wird Musik einmal kurz einspielen. Und ich möchte dich einladen, diese Dissonanz einmal, mit in die Stille zu nehmen. Frag dich selbst, wo ist mein Glaube vielleicht nur noch eine spirituelle Buchhaltung geworden? Wo rechne ich eigentlich nur und verschwende meine Liebe nicht an Jesus?

Und weil ich dich auf diesepetto auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry auf Carry Amen. Amen.

So eine innere Stille kann gut tun. Aber an diesem Tisch in Britannien war die Stille in diesem Moment komplett zerschnitten. Die Luft war dick vor Vorwürfen. Die Jünger schüttelten den Kopf über diese maßlose Verschwendung. Aber jetzt schauen wir uns diese Frau einmal genau an.

Sie hat bisher kein einziges Wort gesagt. Sie hat sich nicht verteidigt. Und das muss sie auch gar nicht. Denn plötzlich mischt sich eine ganz andere Stimme ein. Jesus ergreift das Wort. Und er stellt sich vor ihr wie ein schützendes Schild. Er sagt, lasst sie in Frieden. Wieso wollt ihr? Weil sie ihr Ärger machen. Sie hat etwas Wunderbares an mir getan.

Und ich glaube, das ist ein unglaublicher Moment. Jesus wischt das völlig korrekte theologische Argument der Jünger mit der Armfürsorge nicht einfach vor den Tisch. Er sagt ja nicht im nächsten Satz, Arme habt ihr jederzeit bei euch. Ihr könnt ihnen helfen. Wann immer ihr wollt.

Und das ist dieses entscheidende Aber. Aber mich habt ihr nicht immer bei euch. Sie hat getan, was sie konnte. Sie hat meinen Leib schon im Voraus für das Begräbnis gesalbt.

Was ist das? Das ist der Moment, in dem die Stimmung im Raum wahrscheinlich endgültig kippt. Jesus spricht es offen aus. Sein Tod steht unmittelbar bevor. Und die Männer um Jesus herum, also die Priester in Jerusalem, aber auch seine engsten Freunde am Tisch, sie alle haben Pläne geschmiedet. Sie haben diskutiert. Sie haben gerechnet. Sie haben organisiert.

Jesus hatte ihnen auf dem ganzen Weg nach Jerusalem immer wieder gesagt, ich werde leiden, ich werde sterben. Aber diese Männer haben das weggedrückt. Sie wollten einen siegreichen Messias, keinen leidenden. Aber diese Frau, diese namenlose Frau hat zugehört. Sie hat verstanden, was jetzt auf dem Spiel steht.

Sie hat diese feinen Risse gespürt, die sich durch das Leben von Jesus zogen. Sie hat intuitiv zum Kern der Sache sich durchgedrungen. Sie wusste, es gibt Momente im Leben, die sind einmalig. Ein Fenster, das sich öffnet und bald für immer sich schließt. Die Jetztzeit.

Und deshalb rechnet sie nicht. Sie dosiert ihr Öl in nicht kleinen Mengen oder vernünftigen Tropfen, um etwas für schlechte Zeiten sich aufzubewahren. Sie bricht den Hals des Alabastergefäßes ab. Und dann gibt es ganz viele, die sich auf die Welt schließen. Und dann gibt es ganz viele, die sich auf die Welt schließen. Und dann gibt es ganz viele, die sich auf die Welt schließen.

Es gibt kein Zurück mehr. Es ist eine totale, unwiderrufliche Hingabe. Eine Liebe, die buchstäblich alles gibt. Pure, verschwenderische Liebe. Sie salbt ihren König für sein Begräbnis. Noch bevor er das Kreuz überhaupt erreicht hat.

Und in einer Welt, in der alle nur noch fokussieren und funktionieren und rechnen und Tabellen machen, planen, ist sie die Einzige, die einfach nur liebt. Sie will Jesus nah sein, egal, was die anderen am Tisch auch tuscheln. Und genau diese Sehnsucht nach Nähe bringt uns zu dem nächsten Lied, das wir jetzt gleich gemeinsam singen und hören werden.

Tobi hat schon angekündigt, näher, mein Gott, zu dir. Und vielleicht kennt ihr die Geschichte hinter diesem Lied, es erzählt eigentlich gar nicht von Bethanien, sondern von Jakob aus dem Alten Testament. Jakob befand sich auf der Flucht, mitten in der Wüste. Er hat nichts mehr. Und in der Nacht nahm er sich einen harten Stein als Kopfkissen.

Und genau dort, auf diesem Stein, in seiner tiefsten Krise, begegnet ihm Gott. Ein Alabastergefäß, der Frau, das ist auch aus Stein. Und genau, wie bei Jakob war diese hart, und sie zerbrach diesen Stein, durch die ultimative Nähe, ja, um die ultimative Nähe zu Gott zu spüren.

Die Frau wusste, der Weg Jesu führt nicht auf einen irdischen Thron, sondern an das Kreuz. Und trotzdem, oder gerade deshalb, wollte sie ihm nah sein.

Im englischen Original des Liedes heißt es in der ersten Strophe, und wenn es ein Kreuz ist, das macht mich zu dir erhebt. Das mich zu dir erhebt.

Und wir werden dieses Lied, wie auch eben schon angekündigt, auf eine ganz besondere Art und Weise singen. Wir starten mit Amar, der auf Arabisch singt. Eine Sprache, die dem Aramäischen, das Jesus und die Frau damals in Bethanien gesprochen haben, so unendlich viel näher ist als unser Deutsch.

Ganz kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und kurz und O Gott, du bist für mich das Beste der Welt. Du bist für mich das Beste der Welt. Mein Stimme wird schreien, mein Gott ist der Allerbeste. O Gott, du bist für mich das Beste der Welt. Mein Stimme wird schreien, mein Gott ist der Allerbeste. Mein Stimme wird schreien, mein Gott ist der Allerbeste.

In der Sorgen und Freude, sei mein Ziel. Am Tag der Schmerzen, sei mein Gelieb. Sei mein Gelieb. Du bist das Beste der Welt. Mein Stimme wird schreien, mein Gott ist der Allerbeste. Am Tag der Schmerzen, sei mein Gelieb. Sei mein Gelieb. Sei mein Gelieb. Sei mein Gelieb.

Baue mein Bete dir. Und jauchz mit Freuden hier. Näher, mein Gott, zu dir. Näher zu dir. Näher, mein Gott, zu dir.

Das ist eine Sehnsucht. Eine Sehnsucht, die, glaube ich, viele in uns tragen.

Und genau aus dieser dichten Atmosphäre heraus spricht jetzt Jesus im Haus des Simons in Bethanien. Ein letztes Wort in diese Szene hinein. Es sind Worte, die ein Denkmal setzen. Er sagt, Amen, ich sage euch, überall, wo das Evangelium in der Welt gepredigt wird, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedächtnis, was sie getan hat.

Denk mal darüber einen Moment nach. Diese Frau, deren Namen wir bei Markus nicht einmal erfahren, die nichts sagt, bekommt von Jesus das größte Denkmal der gesamten Kirchengeschichte. Während die männlichen Jünger immer wieder an Jesu Lehre scheitern, ihn nicht verstehen. Und bald fliehen werden, wird ausgerechnet die intuitive und mutige Tat dieser Frau zum Vorbild.

Sie hat als Einzige erkannt, wer Jesus ist und was sein Weg ans Kreuz bedeutet in diesem Moment.

Aber warum ist ihr Handeln so untrennbar mit dem Evangelium verbunden? Warum sagt Jesus, dass man ihre Geschichte immer erzählen muss, wenn man von der guten Nachricht spricht?

Weil ihre Tat das Evangelium im Kern zusammenfasst. Das Evangelium ist keine Buchhaltung. Es ist keine Liste von Dingen, die wir brav abarbeiten müssen.

Das Evangelium ist die Geschichte von einem Gott, der sich aus reiner, unkalkulierter Liebe für uns verschafft. Und die Geschichte von Jesus selbst. Jesus selbst wird nur wenige Tage später sein Leben ausgießen. Wie dieses Nadelöl. Er gibt sich völlig hin. Und die Frau hat diese verschwenderische Liebe einfach nur erwidert.

Und dabei wischt Jesus unseren Alltag und unsere Verantwortung nicht beiseite. Er spielt den Dienst der Nächstenliebe nicht gegen die Anbetung aus, sondern gegen das, was wir tun müssen. Er sagt ganz realistisch, die Armen habt ihr immer bei euch. Und wenn ihr wollt, könnt ihr ihnen Gutes tun.

Also die Armfürsorge bleibt ein absolut zentraler Auftrag für die Jünger. Jesus sagt nicht, vergesst die Not der Welt und kauft nur noch teures Parfum. Aber er rückt unsere Prioritäten zurecht. Er zeigt uns jedes soziale Engagement, jede Spende, jede Verzweiflung.

Er zeigt uns, dass wir uns nicht einfach nur auf die Augen der Welt verletzen. Er sagt, jeder noch so gute diakonische Dienst trocknet innerlich aus und wird zu einem leblosen Programm, wenn sie nicht aus der tiefen persönlichen Liebe zu ihm entspringt.

Die Jünger Jesu hatten vielleicht die richtige Ethik, die richtige Moral. Aber in diesem Moment hatten sie ein kaltes Herz. Und die Frau hatte vielleicht nicht die pragmatischste Lösung. Aber sie hat verstanden, dass in diesem historischen Grenzmoment, in dieser besonderen Jetztzeit nur eines zählt.

Und zwar die Gegenwart Jesu. Sie hat getan, was sie konnte.

Nun, was heißt das für uns? Wenn wir morgen früh aufwachen und die neue Woche beginnt, wie sieht dann unser Alabastergefäß aus?

Vielleicht ruft dieser Text dich heute dazu auf, den inneren Taschenrechner deines Glaubens mal für einen Moment abzuschalten. Hör auf, dich nur daran zu messen, wie nützlich du für Gott bist.

Der Dichter Erich Fried hat einmal geschrieben, es ist Unsinn, sagt die Vernunft. Es ist, was es ist, sagt die Liebe.

Wie wäre es, wenn wir als Gemeinde wieder mehr Mut hätten, diese unvernünftige Liebe zu leben? Wenn wir Jesus Zeit schenken, die keinen offensichtlichen Ertrag bringt?

Wenn wir jemanden vergeben, obwohl es unlogisch erscheint? Wenn wir großzügig sind, ohne eine Gegenleistung zu berechnen?

Denn das ist der Moment, in dem der Hals, der Hals der Flasche zerbricht. Das ist wie bei der Frau.

Als die Frau das Öl ausgoss, da erfüllt diese Süße, dieser schwere Duft das ganze Haus. Und nichts konnte diesen Duft mehr zurück in diese Flasche zurückdrängen.

Stellt euch vor, unsere Gemeinde wäre so ein Haus. Ein Ort, an dem Menschen zur Tür hereinkommen und nicht zuerst, unsere perfekten Programme, unsere theologische Korrektheit oder unser organisatorisches Effizient bemerken und berechnen oder sehen. Sondern wo sie den Duft spüren.

Den Duft von Menschen, die wissen, dass sie unendlich geliebt sind. Und die diese Liebe hemmungslos an Christus und einander zurückgeben.

Und warum? Weil Jesus es wert ist.