Ich begrüße euch in Jesu Namen zur Predigt. Heute das sozusagen der Untertitel unserer Predigtreihe oder das Thema Ohne Einsatz kein Sieg. So, ich bin jetzt absolut überhaupt kein Fußballspieler, wie man auch letzten Sonntag hier gesehen hat. Aber ich denke, das leuchtet erstmal jedem ein. Egal, ob es um Fußball oder um andere Dinge geht. Ohne Einsatz kein Erfolg, kein Sieg. Wenigstens in aller Regel wird es so sein. Und bei dieser WM scheint es keine selbstverständlichen Selbstläuferspiele zu geben. Auch die vermeintlichen Topmannschaften, die sind nicht sicher, was im Spiel passiert. So zum Beispiel Granit Xhaka, der Kapitän der Schweizer Mannschaft, war nach dem ersten Unentschieden gegenüber Katar äußerst unzufrieden. Denn das war ein Außenseiter, eigentlich hätten sie gewinnen wollen. Und dann gab er hinterher ein Statement und er forderte die bestmögliche Einstellung von allen Involvierten. Das gab dann große Diskussionen und Rabatts. Und er machte deutlich, es fehlten ihm der Erfolgshunger. Und der Ehrgeiz in seinem Team. Und auch der Einsatz dazu natürlich. So, das haben nicht alle positiv aufgenommen, diese Kapitänsschelte. Aber als sie dann gegen Bosnien-Herzegowina gespielt haben, haben sie immerhin 4 zu 1 gewonnen. Und der Kapitän hat auch einen Elfmeter dazu beigetragen. Also ohne Einsatz kein Sieg. Gilt das denn eigentlich auch? Für uns? Also die wir uns Christen nennen, die wir in eine Kirche oder in eine Gemeinde gehen. Gilt auch hier, dass es ohne Einsatz keinen Sieg gibt? Braucht auch eine Gemeinde die bestmögliche Einstellung aller Involvierten? Braucht sie Teamgeist, Erfolgshunger, Einigkeit, Einsatz? Oder sind es Dinge... Dinge, die wir so in Gemeinde und Reich Gottes gar nicht brauchen? Vollen Einsatz für Jesus, um siegreich zu sein. Ich will heute mit euch einen Text anschauen, der spricht nicht immer mit den Worten, aber in dem ganzen Duktus von vollem Einsatz, von Prioritäten, von Zielen und von einem Siegespreis. Philippa 3. Christus kenne, ist für mich alles wertlos. Was ich früher für so wichtig gehalten habe. Gegenüber dem unvergleichlichen Gewinn, dass Jesus Christus mein Herr ist, hat alles andere seinen Wert verloren. Um seines Willen habe ich das alles hinter mir gelassen. Es ist für mich nur noch Dreck, wenn ich bloß Christus habe. Jesus beschreibt hier eine zentrale Erfahrung, wenn Menschen mit ihm in Kontakt kommen. Quer durch das Neue Testament, Menschen begegnen Jesus und ihre Werte, ihre Einstellungen, ihr Leben verändert sich grundlegend. Manchmal ist das so ein schrittweiser Prozess von Einsicht zu Einsicht, von Erfahrung zu Erfahrung. Von einem Lebensbereich, den wir mit Jesus formen lassen, zum nächsten. Manchmal sind solche verändernden Begegnungen mit Jesus auch ganz radikal. So wie bei Paulus, der in einer einzigen übernatürlichen Begegnung mit Jesus radikal verändert wurde. Und von einem, der religiös sehr eng und eifrig die Christen verfolgend unterwegs war, von damals noch Saulus. Und Paulus mit Namen zum Jesus-Nachfolger Paulus wurde. Ich denke, wer sich nach Veränderung sehnt, der ist bei Jesus genau richtig. Denn in Jesu Reich sind Befreiung, Veränderung, Erneuerung und Wachstum grundlegende Lebensprinzipien. Wer Veränderung fürchtet, ist bei Jesus genauso richtig. Denn Jesus befreit von Furcht. Er nimmt uns bei der Hand und eröffnet uns durch sein Wort, sein Geist, die Erfahrungen, die wir machen, neue, befreiende Horizonte in Bereichen, wo wir vorher Angst hatten. Wir alle haben vermutlich davon kleine Veränderungen oder auch große Veränderungen in unserem Leben erlebt. Oder vielleicht sind wir ganz am Anfang und sehnen uns nach Veränderungen, die wir für unser Leben, für unsere Leben wünschen. Paulus beschreibt die Stärke der Veränderung, die Dimension der Veränderung mit einem ziemlich drastischen Wort derbergriechischer Alltagssprache. Skybala. Dreck. Das klingt im Griechischen viel schöner als unser deutsches S-Wort, geht aber in eine ziemlich ähnliche Richtung. Exkremente, Kot, Wertloses, Widerliches, Ekelhaftes. Abfall, den man den Hunden auf die Straße wirft. Das ist Skybala. Und so hat Paulus auf sein Leben vor Jesus geschaut. Das ist Dreck. Das ist nichts wert. Und das, obwohl er ja ein angesehener, mehrsprachiger, gelehrter, gebildeter Bibellehrer war, ein wirklich super frommer. Und trotzdem sagte er zu allem vor Jesus, das ist wie Dreck. Und dem stellt er hier gegenüber, was ist was wert? Christus kennen, Christus haben, Jesus Christus, mein Herr, das ist unvergleichlich, wie ein Riesengewinn. So, wir alle haben kleine Kostproben oder große Kostproben von der Veränderung durch Jesus. Aber vermutlich schleppen wir auch die eine oder andere Form von Dreck noch mit uns rum. Jesus lädt uns ein, das loszuwerden, loszulassen, freizuwerden davon, weil es letztlich nichts wert ist. Weiter. Mit ihm, Jesus, möchte ich um jeden Preis verbunden sein. Deshalb versuche ich jetzt nicht mehr, durch meine eigene Leistung zu verhindern. und durch das genaue Befolgen des Gesetzes vor Gott zu bestehen. Was zählt ist, dass ich durch den Glauben an Christus von Gott angenommen werde. Darauf will ich vertrauen. Wie kann ich vor Gott bestehen, ist vermutlich nicht die Frage unserer Zeit oder zumindest nicht die von vielen Menschen. Sehr viel eher die Frage, wie kann ich denn vor anderen Menschen bestehen oder wie kann ich vor mir selber bestehen. Wie kann ich besser werden, als ich momentan bin. Klaus Werle, ein Journalist, Redakteur und Buchautor, schreibt dazu in einem seiner Bücher, die Perfektionierer, folgendes. Die Aufforderung, das Beste aus dem All, das eigene Leben zu machen, ist so etwas wie das letzte Glaubensbekenntnis einer Zeit, in der die großen Ideologien verschwunden sind. Das Streben nach Perfektion hat in den vergangenen Jahren völlig neue Dimensionen erreicht. Es zieht sich durch sämtliche Bereiche unseres Daseins. Bessere Jobs, mehr Gehalt, attraktivere Körper, schlauere Kinder, schöneres Haus. Das tausende Ratgeber wiederholen immer. Dasselbe Mantra. Du bist nicht so glücklich, wie du sein könntest. Und dass du es nicht bist, ist deine eigene Schuld. Paulus lebte in so einem System von Selbstoptimierung. Aber es war ein religiöses System. Von religiösen Vorstellungen, Verständnis von Wort Gottes geprägt. Wir sind umgeben von einem System, von Selbstoptimierungen unseres Körpers, unseres Selbstbewusstseins, unserer Gedanken, unserer inneren Werte, unserer Ausstrahlung. Die sind alle ganz säkular. Aber beide folgen sehr ähnlichen Mustern. Egal, ob das Ganze ein religiöses Mäntelchen anhat oder ein ganz unfrommes. Die eigene Leistung im Befolgen oder Umsetzen, entweder von Glaubenssätzen oder von modernen Konventionen und Guidelines, steht im Mittelpunkt. In eigener Leistung setze ich Dinge um, von denen ich glaube oder von denen mir gesagt wird. Das ist wichtig. Das ist in. Das ist dran. Das musst du tun. Paulus stellt diesem Ansatz der Selbstoptimierung aus eigener Leistung etwas ganz Konträres in Kraft. Paulus stellt diesem Ansatz der Selbstoptimierung aus eigener Leistung etwas ganz Konträres in Kraft. Er sagt, ich will jetzt nur noch mit einer Person verbunden sein, mit Christus. Will ich um jeden Preis verbunden sein. Ich vertraue darauf, dass ich durch Glauben von Gott angenommen bin. Ich mache mich nicht mehr an mir selber, an meiner Leistung, das, was ich schaffe, das, was ich nicht schaffe, ich mache nicht mehr fest, ob ich Dinge erfülle zu 80, 90, 95 oder 98 Prozent, sondern ich glaube, dass mein Leben nur davon anhängt, wie ich und Christus miteinander sind. Ich ersetze die Kontrollierbarkeit meines Lebens durch etwas, was Kontrolle sprengt, nämlich Vertrauen, Glauben. Und Paulus sagt an Christus. Und er macht weiter damit. Und er macht weiter damit. Und er macht weiter in diese Richtung. Um Christus allein geht es mir. Ich will ihn immer besser kennenlernen. Ich will die Kraft seiner Auferstehung erfahren, aber auch seine Leiden möchte ich mit ihm teilen und mein Leben ganz für Gott aufgeben, wie es Jesus am Kreuz getan hat. Dann werde ich auch mit allen, die an Christus glauben, von den Toten auferstehen. Beim Fußball ist es relativ einfach zu beschreiben, worum es geht. Der Ball muss ins gegnerische Tor. Möglichst oft oder zumindest öfter, als der Gegner das schafft. Beim christlichen Glauben ist es nach Paulus ebenfalls ganz einfach zu beschreiben, worum es geht. Er sagt, um Christus allein geht es mir. Um Christus allein geht es mir. Um Christus allein geht es mir. Um Christus allein geht es mir. Um Christus allein geht es mir. Um Christus allein geht es mir. Ich finde es nachdenkenswert, wie einseitig zugespitzt Paulus sagen kann, um Christus allein geht es mir. Der war ja ein großer Theologe und der entfaltet jetzt nicht so ein riesen theologisches Gerüst, um was es alles geht. Um Jesus, den Erlöser, um Gott, den Vater, um den Heiligen Geist, um die Gemeinschaft der Nachfolger, um Ethik und Verhalten und Gottes Gebote. Er fasst das alles zusammen oder scheint zu glauben, dass das alles an einem hängt. Geht es in meinem Leben um Christus? Und dann fährt er fort, ihn will ich immer besser kennenlernen. Ich will die Kraft seiner Auferstehung erfahren, aber auch sein Leiden möchte ich mit ihm teilen und mein Leben ganz für Gott aufgeben, wie es Jesus am Kreuz getan hat. Wie wäre es, wenn wir als Leitsatz für Miteinander, für Entscheidungen, für unseren Weg, sowohl persönlich als auch Gemeinde, diese schlichte Frage stellen. Geht es dabei um Christus? Oder geht es mir nur um Christus dabei? Oder, wenn man eine einfache Frage drauf macht, geht es mir allein um Christus, ja oder nein? Wäre das zu einfach? Oder könnten wir auf viele Sachen antworten? Und ich denke, oft müssten wir antworten, nein. Denn, ob wir es wollen oder nicht, es geht natürlich immer auch, um unsere Vorlieben, um unsere Ängste, um unsere Erfahrungen, um Verletzungen, die wir erlebt haben, um innere Verweigerungen, die wir haben, Erwartungen, die wir haben oder vorgefasste Meinungen. Wenn ich als Prediger eine Predigt vorbereite, dann schwingt, ob ich will oder nicht, immer auch die Frage mit, wie ihr als Zuhörer das wohl, was ihr aufnehmen werdet. Ob ihr eine Predigt gut findet, weiter darüber nachdenkt oder sie 30 Sekunden nach Predigt-Schluss ad acta legt. Auch wer hier moderiert oder Musik macht, wird sich wahrscheinlich nicht immer ganz davon frei machen zu können, zu überlegen, wie wird das wirken auf die, die zu hören oder auf die, die dann auch die Musik wahrnehmen und auf sich wirken lassen. Und auch ihr, die ihr in den Reihen sitzt, nehmt all das mit, was ihr seid und was ihr auch in Bezug auf den Gottesdienst oder auf einzelne Personen, die hier vorne stehen, so im Herzen habt. Also wenn ihr zum Beispiel mit mir den Frust oder eine Enttäuschung oder sonst was habt, werdet ihr das mitnehmen in den Gottesdienst oder in die Predigt oder in andere Dinge. Dasselbe, wenn es Natascha betreffend würde oder hier unsere Musiker. Also immer schleppen wir etwas mit, wo es nicht alleine um Jesus geht. Aber die Frage ist, zu einem es geht auch gar nicht anders. Es ist gut so, dass wir mit allem, was wir sind und was wir mit schleppen eben in so einen Gottesdienst zueinander und damit auch vor Gott kommen. kommen können, dass wir eben uns immer ganz mitbringen, das ganze Paket, was wir sind von Persönlichkeit, von Leben, von Erfahrungen, von Erwartungen. Aber ich glaube, wenn unsere Grundentscheidung und Grundrichtung ist, ich will, dass ich die Dinge von Jesus hier sehe, um Jesus soll es gehen, dann bekommt alles, was wir tun, wie wir miteinander umgehen, eine ganz andere Dynamik und Kraft. Wenn ich so einen Gottesdienst sehe und innerlich denke, ja, das Entscheidende ist, bringt es jeden, der hier sitzt oder viele, die hier hinsitzen oder wenigstens einen, der hier sitzt, bringt es zu Jesus näher. Wie ist der Gottesdienst, wie er gestaltet ist, bei allen Schwächen. Einer, der Menschen näher zu Jesus bringt. Geht es darum, immer wieder zu Jesus zu zeigen, ihn vor Augen zu malen, zu ihm hinzulenken, dann passiert das Entscheidende, egal, was wir sonst noch mitschleppen. Selbst wenn natürlich auch das Mitgeschleppte dann irgendwann vor Jesus kommen darf. Manchmal... Manchmal werden wir in so einem Gottesdienst ein kleines Stück von Jesus erfassen. Manchmal werden wir innerlich was erleben, was uns beschäftigt, was wir in die Woche mitnehmen, was uns ärgert, ringsum Jesus, was uns schwer verständlich erscheint. Manchmal werden wir, wie Paulus das sagt, die Erfahrungen mit der Kraft der Auferstehung machen. Ja, wir merken, wir beten um etwas oder für jemand. Und es tut sich Erbetenes, sogar unerwartend kräftig oder mächtig. Manchmal werden wir einen kleinen Vorsatz machen, wo wir sagen, ja, das ist gegen den Zeitgeist. Das wird vielleicht Leuten in meiner Arbeit nicht gefallen oder in meiner Familie oder vielleicht meinen eigenen Ehepartner nicht. Manchmal machen wir einen großen Schritt, der Herausforderungen mit sich bringt. Ja, Veränderungen. Wenn Jesus sagt, ihr könnt nicht Gott und dem Mammon dienen und wir machen einen Schritt in so eine Richtung, in dem wir Sicherheiten aufgeben, dann wird das uns fordern oder wird das auch bei anderen Widerstand und Unverständnis herbeirufen. So, mit welcher Grundhaltung lebt Paulus? Er sagt, ich meine nicht, schon vollkommen zu sein und das Ziel erreicht zu haben. Doch ich jage ihn. Im Naches zu ergreifen, weil ich von Jesus Christus ergriffen bin. Noch bin ich nicht am Ziel. Doch ich vergesse, was hinter mir ist, strecke mich nach dem vor mir aus und jage darauf zu, um den Siegespreis zu gewinnen, das Leben in Gottes Herrlichkeit. Denn dazu hat Gott uns durch Jesus Christus berufen. Schwarz-Weiß vereinfacht. Wie das Jesus manchmal macht und auch Paulus hier, gibt es eigentlich nur zwei Lebensoptionen für jeden und jede von uns. Entweder wir machen uns zum Zentrum unseres Daseins. Das, was wir leisten und schaffen, unsere fromme oder nicht so fromme Selbstoptimierung nach unserem inneren Katalog von Regeln, Erwartungen und Glaubenssätzen. Und dann klären, ordnen, definieren und kontrollieren wir unsere kleine Welt. Dann sind wir sozusagen fertige Menschen, eingeigelt in der Burg unserer Persönlichkeit. Und das kann ein frommes Gesicht haben oder ein nicht so frommes. Oder wir machen es wie Paulus. Wir ergreifen die Lebensoptionen, die er hier beschreibt. Wir sind, egal wie alt wir sind, egal ob wir ganz am Anfang mit tausend Fragen in Bezug auf Jesus noch stehen oder schon seit 40 Jahren mit ihm unterwegs sind. Wir sind noch nicht fertig. Oder wie Paulus das hier sagt, wir sind noch nicht vollkommen. Wir sind wie aus dem Schleim. Wir sind wie aus dem Schleim. In einer Reise oder in einem Wettkampf. In einem, wie beim Fußballspielen, etwas, wo es um Gewinn geht. Und die Frage ist sozusagen, wollen wir in Richtung von Zielen, die Jesus uns zeigt? Wollen wir Dinge erreichen, die die Schrift beschreibt? Das ist ein Gewinn. Da gibt es sowas wie einen Preis. Er spricht hier davor. davon, dass wir Gottes Herrlichkeit erleben. Und ich glaube, er meint damit nicht Gottes Herrlichkeit irgendwann bei der Vollendung der Zeit, sondern ich glaube, Gottes Herrlichkeit muss immer jetzt anfangen. Ich glaube, wenn wir jetzt noch nichts von Gottes Herrlichkeit erleben, dann stellt sich die große Frage, ob das Versprechen von Gottes Herrlichkeit am Ende ein wahres ist. Also wollen wir, Paulus macht ja hier ein ganz krasses Wort, er sagt, ich bin ergriffen von Jesus, ich bin noch nicht am Ziel, doch ich jage ihm nach. Ziemlich heftig, also er ist nicht einer, der sagt, guck mal mal, schauen wir mal, da vorne wäre ganz nett, da gehen wir zu langsam hinein. Er sagt, ich jage dem nach, wie jemand, der läuft, um etwas zu erreichen. Vielleicht sind wir jetzt nicht wie Paulus und können nicht sagen, dass wir der Herrlichkeit Gottes herkommen. Wir müssen hinterherjagen, aber wer würde sagen, dass er nicht bessere Antworten in seinem Leben auf Fragen braucht? Wer würde sagen, dass es sich nicht lohnt, mehr von Jesus zu erfassen, zu verstehen? Wer würde sagen, dass es nichts gibt an Jesus, wovon wir was lernen könnten oder was uns befreien könnte? Wer würde sagen, ich habe keine alten Erfahrungen? Ich habe keine alten Erfahrungen, die besser hinter mir bleiben. Wer würde nicht gerne Gottes Herrlichkeit öfter aufblitzen und in Aktion sehen? Die Frage ist, sind wir unterwegs mit Jesus, zu Jesus, mit Einsatz, mit dem, wie wir es können und verstehen zurzeit? Vielleicht nicht Paulus als Maßstab, aber die Frage, sind wir unterwegs? In der Richtung auf Jesus zu oder stehen und stagnieren wir einfach? In der WM, so wie gestern Abend auch, sehen wir bei jedem Spiel Kampf und Einsatz von einzelnen Spielern, von Mannschaften und wir erleben dann am Schluss, ob das zu einem Sieg führt oder einem Unentschieden oder einer Niederlage. Und wir spüren bei den Spielen, mit welchen Einstellungen Menschen da reinkommen, so wie gestern der deutsche Doppeltorschütze am Schluss, ob da ein Wille ist, zu siegen und einzusetzen, was immer man dazu in der Lage ist. Die WM, egal wie sie ausgehen wird, wird letztlich im Laufe der Jahrzehnte im Winde verwehen. Man wird sich dann vielleicht noch daran erinnern, dass Deutschland dabei wieder Weltmeister wurde oder nur Vierter wurde oder beim ersten K.O.-Spiel ausgeschieden ist oder sonst was. Aber eigentlich wird es verblassen im Laufe der Jahre. Welche Rolle Jesus in unserem Leben spielt, das wird nicht so verblassen. Diese Frage wird bleiben, solange wir leben. Und wenn unser Glaube das Richtige glaubt, dann, auch wenn wir vor Gott stehen werden, wird es eine Rolle spielen, ob Jesus eine Rolle bei uns gespielt hat oder nicht. So, ich weiß nicht. Wo ihr momentan steht. Aber ich würde jetzt gerne für euch beten, einfach an dem Punkt, wo ihr momentan seid, dass Jesus euch da begegnet. Egal, ob ihr am Punkt von tausend Fragen seid oder ob ihr sagt, jetzt lebe ich 30 Jahre denselben Stiefel als Christ, irgendwie reicht es eigentlich nicht, dass Jesus euch begegnet. Dass Jesus euch begegnet. Dass Jesus euch begegnet. Dass Jesus euch begegnet. Dass Jesus euch genau da begegnet. Jesus, du kennst jeden von uns. Du weißt, wie wir in unserem Leben unterwegs sind. Du weißt, wenn wir uns burgen von Sicherheiten, von Meinungen, Einstellungen, Erwartungen, Frust gebaut haben, die uns schützen und die wackeligen Teile unseres Lebens irgendwie zusammenhalten. Du weißt, wo wir uns immer noch ganz oder in Bereichen von unserem Leben zum Zentrum gemacht haben. Du lädst uns ein, dich zum Zentrum unseres Lebens zu machen. Und Jesus, du siehst, wo jeder von uns dabei steht. Ich bitte dich für alle, die am Anfang des Weges mit dir sind, wo viele Fragen sind, mehr Fragen als Antworten. Ich bitte dich, dass du solchen guten Antworten gibst, verblüffendes, nachdenkenswertes. Nachdenkenswertes. In Bewegung setzendes. Innere, eine innere Richtung schenkendes. Durch Menschen, durch Umstände, durch Träume, durch Sachen aus deinem Wort oder andere Menschen. Jesus, du siehst, wer unter uns an so einem Fußpunkt seines Glaubens ist. Wo vielleicht das Gefühl der Stagnation, des Stillstands. Das Prägende ist. Aber Jesus, du bist der, der uns in Bewegung setzen, verändern, befreien will. Und ich bitte dich für jede und jeden von uns, wo scheinbar Stagnation und Stillstand ist. Wo die eigene Burg manchmal sicherer scheint als der Weg mit dir. Ich bitte dich für jede und jeden. Um neue Begegnungen mit dir. Du siehst alle von uns, wo eine Sehnsucht da ist. Eine Sehnsucht, was von dir, mehr von dir, von deiner Herrlichkeit zu erleben. Und ich bitte dich für jede und jeden, der sich sehnt danach, mehr von dir zu erleben. Mehr Kraft, mehr Erkenntnis, mehr Nähe zu dir. Dass du auch dort Wege schenkst, Erfahrungen, Durchbrüche. Wie in Bewegung setzen, auf eine Wanderung setzen, auf eine Reise, in den Kampf. Jesus, wir loben dich und wir geben dir die Ehre. Dass an dir alles hängt, was wir sind und was wir leben. Amen.

Predigt · EFG Wiesbaden
Gottesdienst

Prediger
Peter Unsinn
Datum
21. Juni 2026
Bibelstelle
Phil 3,7-14 nach Hoffnung für Alle
Ohne Einsatz kein Sieg!
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